Ahnenforschung.Net Forum

Ahnenforschung.Net Forum (https://forum.ahnenforschung.net/index.php)
-   Aktuelle Umfragen (https://forum.ahnenforschung.net/forumdisplay.php?f=55)
-   -   Was schränkt euch privat in der Ahnenforschung ein? (https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=212774)

Friedrich 19.11.2021 22:42

Was schränkt euch privat in der Ahnenforschung ein?
 
Moin zusammen,


heute komme ich mal mit einer vielleicht ungewöhnlichen, ja sehr persönlichen Sache. Wir haben uns im Forum ja oft und viel darüber unterhalten, welche Schwierigkeiten es hinsichtlich der Verfügbarkeit der Infos geben kann.


Ich möchte jetzt gerne mal einen anderen Aspekt anschneiden, nämlich die privaten, persönlichen Schwierigkeiten, die man als Ahnenforscher so haben kann, und die einen daran hindern, unserem schönen Hobby uneingeschränkt nachgehen zu können, oder dieses erheblich erschweren.


Ich habe daher diese Umfrage erstellt (Mehrfachnennungen möglich). Ich habe kein Problem damit, wenn ihr euch nicht ausführlich äußern wollt - wer welche Einschränkungen hat, ist dessen Privatsache. Aber es wäre schön, wenn ihr euch an der Abstimmung beteiligen würdet. Ich fände das mal ganz interessant. Und vielleicht stellt der eine oder andere dann fest: „Da gibt es noch mehrere, die mit ähnlichen Dingen kämpfen wie ich!“ Also eine Art anonyme Selbsthilfegruppe sozusagen.


Ich bin gespannt auf eure Antworten!


Friedrich

franz ferdinand 20.11.2021 01:15

Ich ergänze: Ich habe drei (relativ) kleine Kinder. :wink:

LG Martin

Juergen 20.11.2021 03:10

Hallo,

Mich schränkt ein, dass dort, wo ich weitersuchen müsste, um weiter zu kommen,
keine KB erhalten sind, so aus Zessel Kreis Oels.
Bei anderen Ahnen Linien sieht es auch nicht besser aus, auch Niederschlesien.
Ich denke aktuell werden viele Forscher auch durch CORONA eingeschränkt,
um Termine in den Archiven zu bekommen.

P. S. Nur in Niederbayern Komme ich bis 1700 in meiner Forschung, Dank Matricula sogar online und kostenlos.

Gruss Juergen

Gastonian 20.11.2021 03:27

Hallo:


Da ich nun alle online verfügbaren Quellen schon verwertet habe, ist es für mich die große Entfernung der USA von den deutschen Archiven - und die Entfernung ist ja jetzt noch viel größer mit all den Coronaregeln.


VG


--Carl-Henry

Friedrich 20.11.2021 10:19

Moin zusammen,


bitte beachten, es geht hier um persönliche Einschränkungen. Mit der Verfügbarkeit von Archiven etc. hat diese Umfrage nichts zu tun.


Friedrich


PS: @ franz ferdinand: Können wir uns darauf einigen, dass die starke berufliche Einschränkung auch die intensive Kinderbetreuung umfasst?

Bienenkönigin 20.11.2021 13:13

Hallo,

ich habe jetzt mal das Ehrenamt angeklickt, aber das ist eigentlich zu dürr, um den Hintergrund zu erklären.

Ich betreibe Familienforschung, weil ich mich damit besser "einordnen" kann, weil Geschichte greifbar wird, weil es befriedigend ist, Stein für Stein eines Mosaiks zu setzen.
Aber es ist nicht mein Lebenszweck und meine Leidenschaft.
Wenn ich Zeit habe und Muße, dann kann ich an ganz vielen Punkten anknüpfen und relativ leicht (Kirchenbücher vorhanden) oder sehr schwer (viel Knobelei und Versuch-Irrtum notwendig) Generation um Generation mindestens bis zum Beginn der Kirchenbücher gehen.

Aber brennen tue ich eigentlich für Artenschutz und Nachhaltigkeit. Gerade gehen Tierarten verloren, die früher zu unserem Umfeld gehörten.
Die Wechselkröte ist in meiner Region fast ausgestorben, selbst Allerweltsarten wie Braunbrustigel, Lerche oder Erdkröte sind unter wahnsinnigem Druck.
Wenn ich helfen kann, auch nur einem Exemplar oder einer Art zu mehr Chancen zu verhelfen, indem ich Biotopsarbeit mache und unermüdlich Aufklärung betreibe, dann ist mir das mehr wert, als ein weiteres Geschwister eines mausetoten Urahnen hervorzukitzeln.

Von daher: Ich könnte noch mehr Zeit für Familienforschung erübrigen, aber meine Prioritäten liegen woanders. Mit Geld sieht es ähnlich aus.

Viele Grüße
Bienenkönigin

Gudrid 20.11.2021 13:36

Ich würde gerne meine Stimme abgeben.
Bisher bin ich aber trotz meines Alters in der glücklichen Lage, keine der Fragen ankreuzen zu müssen. Ich bin dankbar dafür.

Ursula 20.11.2021 22:05

So geht es mir auch. Ich muss NICHTS ankreuzen. :-)

LG
Uschi

GiselaR 20.11.2021 23:57

Zitat:

Zitat von Friedrich (Beitrag 1414895)
.....
bitte beachten, es geht hier um persönliche Einschränkungen. Mit der Verfügbarkeit von Archiven etc. hat diese Umfrage nichts zu tun. ..


Ich habe diesen Aspekt unter berufliche Einschränkung (Zeit u. wie immer zu wenig Urlaubstage) und Finanzen eingeordnet und entprechend angekreuzt. Das sind tatsächlich auch meine privaten Hindernisse.

Wenn ich allein innerhalb Deutschlands jährlich mehrere Reisen inklusive Übernachtungen unternehme, würde ich damit wohl alle Archion-Jahresabos auf die ich (altersmäßig) noch eine Chance habe, verbraten.
Meine Lösung:

1. ich wohne zentral in der Kurpfalz, uns habe die Möglichkeit, mit Nahverkehrszügen für kleines Geld sehr wichtige Archive im Südwesten zwischen FfM, Boppard und Stuttgart in Tagesausflügen zu erreichen.

2. hin und wieder bestelle ich mir Kopien von Archivalien, ohne die es nicht weitergehen würde.
3. Da Nr.1 nicht für Thüringen, Sachsen, Niedersachsen bis Ostfriesland, NRW und vieles andere in Frage kommt, plündere und nerve ich meine örtliche Unibibliothek und über Fernleihe den Rest der Republik, nach Chroniken, Urkundenbüchern, Pfarrerbüchern etc.
Außerdem gibt es ja immer mehr Kirchenbücher online. Wobei ich Jena, Weimar, Leipzig, Altenburg, Teile der ev. Kirche des Rheinlandes vorerst noch in mein Nachtgebet einschließe. Wer weiß, vielleicht lebe ich ja lange genug, um noch ein Wunder zu erleben.
Grüße
Gisela

Sbriglione 21.11.2021 01:41

Mich schränken vor allen Dingen eher mangelhafte Sprachkenntnisse und fehlende Hitzeresistenz in den Monaten, in denen ich am ehesten Zeit zur Vor-Ort-Forschung hätte, ziemlich ein.
Zu den anderen Zeiten fühle ich mich teils von "Corona" sehr eingeschränkt (die Epidemie droht im nächsten Frühjahr zum dritten Mal in Folge, meinen Besuch bei meiner Familie väterlicherseits zu verhindern) und in gewisser Weise auch die Dauer der Anfahrt, weil ich es sowohl aus "Aklimatisierungsgründen", wie auch aus ästhetischen Gründen und aus Gründen des Umweltschutzes nicht über mich bringen mag, mich ins Flugzeug zu setzen und mir dann zwangsläufig neben den ganzen anderen Nachteilen auch noch der schönste Teil der Reise (die Fahrt über den "Stretto") entgehen würde...
Und wenn ich dann endlich mal da bin, steht für mich letztlich doch meine noch lebende Verwandtschaft für mich stärker im Mittelpunkt, als die vor 200 Jahren (so weit habe ich es immerhin auch dort schon bei all meinen Linien zurück geschafft)...

Und dann kommt noch hinzu, dass man in der Heimat meines Vaters leider zumindest in den Dörfern ohne "Kontakte vor Ort" bestenfalls mühsam überhaupt herausfindet, über wen man beispielsweise an die Kirchenbücher heran kommt...

Auf der deutschen Seite meiner Ahnenforschung schränkt mich am Wesentlichsten ein, dass ich es bei meinen Recherchen fast nur noch mit besonders schwierigen Fällen mit wenigen Anhaltspunkten und einer all zu großen "Wanderfreudigkeit" meiner "Altvorderen" zu tun habe: die Gebiete,in denen ich quasi alles von einem Zeitraum durchforsten muss, um mir reelle Chancen ausrechnen zu können, wenigstens hier und da mal um einige Taufeinträge weiter zu kommen, sind einfach reichlich gewachsen...


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:20 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2022, vBulletin Solutions, Inc.