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  #21  
Alt 22.08.2021, 22:34
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Verfolgt man nun Caspar Scherer (I) von »St. Ulrichs Gartten« aus (da die Verbindung zu Caspar II. durch Steuerbucheintrag 1612 relativ sicher ist), merkt man, dass er dort erst ab 1603 ansässig ist. Für vorige Jahr habe ich mir dann die Orte angeschaut, an denen die Caspar Scherer aus dem Index-Eintrag von 1597 wohnten. Es fällt auf, dass bis einschließlich 1602 ein Caspar Scherer "Bei St. Anthonino" wohnt. 1603, als zum ersten Mal Caspar Scherer in "St Ulrichs Gartten" auftaucht, gibt es keinen Caspar mehr bei St Anthonino. Also entweder das ist starker Zufall oder das ist der Gesuchte. Im Übrigen handelt es sich bei beiden Orten um Spitäler/Armenhäuser und weit liegen die auch nicht auseinander.

Was aber verwirrt: 1594 wird Caspar (I) dort das erste Mal aufgeführt mit den Steuern auf Null, davor findet man ihn auch dort wieder nicht. Aufgrund der in der letzten Antwort genannten Musterregister müsste sein Sohn aber 1587 geboren sein. In den Pflegebüchern finde ich da aber nichts.

Stimmt jetzt die Verbindung des Musterregisters mit dem Sohn nicht? Ist die erste Verbindung von Caspar Scherer Jung und Alt (1612) falsch? Oder ist der gedachte Ortswechsel von Caspar Scherer (I) bloßer Zufall? Bzw. was ist mit dem Sohn?

Vlt. kann hier jemand helfen. Diese Verbindung wirkt zum ersten Mal richtig schlüssig.
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Augsburg
  • Eltern Elisbet Dilbaum/Tüllbaum, (* vor 1531)
  • Eltern Lenhart Negges (* vor 1531)
  • Eltern Daniel Paulus (* zw. 1584–87)
  • Mutter Caspar Scherer III (* 22 Jan 1613)
  • letzte Frau Caspar Scherer I (oo 1594, ✝ 1602/03)
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  • Ulm: Aitinger, Schilling (16. Jh.)
  • Nördlingen: Geißel
  • Oberthulba: Kleinhenz, Schmitt, Veith, Hergenröther

Geändert von hionoxy (22.08.2021 um 23:13 Uhr)
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  #22  
Alt 19.09.2021, 01:53
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Kleines Update zu Anna Sybilla Scherer:

über den königlich-baierischen Polizeyanzeiger habe ich ihren Tod gefunden, leider etwas sehr tragisch: die Schneidermeistergattin Sibilla Scherer ist am 26 Jul 1822 im Alter von 36 Jahren in München bei einem Brand um's Leben gekommen.

Die Bestattung habe ich dann nicht mehr in der Frauenkirche (Dom Zu Unserer Lieben Frau) gefunden, sondern im protestantischen Gesamtkirchlichen Register.

Wollte das wegen der Vollständigkeit wegen aufführen.

Zu den Eltern des Ehemannes Jakob Gerber gibt es auch neue Informationen (so sind beide, also Hofkutscher Nikolaus Gerber und Sattelknechtstochter Maria Catharina Hesselschwert in München verstorben). Mehr in diesem Thread.
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  #23  
Alt 20.09.2021, 11:59
Kastulus Kastulus ist offline
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Guten Morgen,

ich glaube, Sibilla ist "am Brand" gestorben, einer Krankheit, die häufiger damals vorgekommen ist.

Kastulus
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  #24  
Alt 20.09.2021, 12:22
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Achso, ist dann hier „Gangrän” gemeint?
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  #25  
Alt 20.09.2021, 12:27
Kastulus Kastulus ist offline
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Da ich kein Mediziner bin, kann ich dies nur vermuten. Vielleicht weiß es ja jemand genauer.

Schönen Tag! Kastulus
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  #26  
Alt 07.11.2021, 00:08
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Zitat:
Verfolgt man nun Caspar Scherer (I) von »St. Ulrichs Gartten« aus (da die Verbindung zu Caspar II. durch Steuerbucheintrag 1612 relativ sicher ist), merkt man, dass er dort erst ab 1603 ansässig ist
Korrektur: Dies gilt für Caspar Scherers Witwin. Caspar Scherer stirbt 1602 und wohnte bis dahin bei Von St. Anthonino. Seine Witwin (Name unbekannt) wohnt ab dem Folgejahr bei St. Ulrichs Gartten, wo auch der Sohn Caspar 1612 heiratet.

Leider komme ich jetzt aber nach allerlei Versuchen nicht weiter. Caspar Scherer Alt. heiratet 1594 und die Lücke in den Augsburger Hochzeitsprotokollen fängt dummerweise genau in dem Jahr an.

Wenn jemand was weiß, wäre Hilfe lieb.

Lieber Gruß
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Geändert von hionoxy (07.11.2021 um 00:09 Uhr)
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  #27  
Alt 29.01.2022, 12:36
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Ich habe mir gestern den Akt zum Jakob Gerber im Stadtarchiv Augsburg noch einmal angeschaut. Aus dem geht tatsächlich hervor, dass dessen Frau Sybille Scherer protestantischen Glaubens war, 1822 verstarb und er zwei Jahre danach zum Protestantismus übergetreten war.


Seine Kinder wurden fortan protestantisch erzogen und wurden wohl zum Zwecke der glaubenskonformen Erziehung in ein Armenkinderhaus gesteckt. Es gab auch einen regen Schreibwechsel zwischen der Magistrate und Gerichte Augsburgs und Münchens, wo es zum einen um den Glauben der Kinder und der Eheleute Gerber geht (da die Münchner Pfarreien die Heirat dann als protestantisch korrigieren wollten) und zum anderem um das »Heimatrecht« der Kinder. Dieses versuchte der Vater Jakob Gerber bis zu seinem Tode (1844) in Augsburg zu erkämpfen. Diesen Kampf führten meine Vorfahrin Louise (meine Vorfahrin) und ihre sieben Jahre ältere Schwester Gesuchen fort bis (mindestens) 1848. Ihnen wurde es mehrmals verwehrt, da sie ja das Münchner Heimatrecht bereits besäßen, obwohl die Schwestern sich der Stadt »ganz fremd geworden« fühlten.


Hier ein Versuch von mir an einer Transkription eines Protokolls in dem der Jakob Gerber die religiösen Verhältnisse seines Sohnes Ludwig kundtut. Einiges konnte ich nicht lesen oder es ist nicht ganz korrekt:
Zitat:
Nachdem der Schneidermeister Jakob Gerber in Folge erhaltener Vorladung heute erschienen war, läßt derselbe, auf den Grund des Schreibens des Magi- strats der k[öniglichen]. Haupt u. Residenz Stadt München stand 6ten … 13ten dieß über die dermaligen Religions=Ver hältnisse seines Sohnes Ludwig Gerber befragt, folgendes verkommen. Als ich nach dem Tode meiner ersten Frau, einer geborenen Sybille Scherer welcher im Jahre 1822 erfolgt war, nämlich 2 Jahre später, im Jahre 1824/ zur protestantischen Religion über, gegangen war, zu der sich auch meine verstorbene Frau bekannt hatte, erzog ich von dieser Zeit an meinen Sohn Ludwig, der sich damals in einem Alter von 4 Jahren befand, so wie mei: ne übrigen in der Ehe mit obiger Sybilla Scherer erzeugten Kinder näml[ich]. Louise: damals 6, An[n]a 7, und August 9 J[ahre]. a[lt]: in der protestan- tischen Religion. Dieser befindet sich je- doch … seit 2 Jahren im hießigen evangl. Armenkinderhause. Hinsichtl. der religiösen Erziehung unserer Kinder, wovon zwischen .. und meiner nunmehr verstorbenen ersten Frau keine Bestimmungen getroffen … Das mit meiner gegenwärtigen Frau Margaretha Elfspieß, in … mer Ehe … erzeugte Kind Barbara 7 J[ahre]. a[lt]., wird, da die Mutter, wie ich, zur protestant. Religion sich bekennt, natürlichen Weise in dieser gleichfalls auch erzogen.


Beschl[ossen]., verl[esen]. und unterz[eichnet].

Jakob Gerber.
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Geändert von hionoxy (29.01.2022 um 12:38 Uhr)
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  #28  
Alt 15.03.2022, 17:19
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Update:
Ob die Frau jetzt Greißler oder Reißler heißt, kann ich jetzt hier nicht rauslesen. Beim Vater allerdings steht ganz klar Greißler geschrieben. Jedenfalls stammt sie also aus Nördlingen, was eben vor 1800 ziemlich sicher bedeutet, dass sie auch evangelisch war. Aus Nördlingen sind die evangelischen Kirchenbücher ja leider nicht online.
Von Herrn Gerhard Beck aus dem Archiv und der Bibliothek des Dekanats und Pfarramtes St. Georg in Nördlingen habe ich folgende Auskunft erhalten:

Maria Salome, geboren 25.01.1707 in Nördlingen.
Eltern: Johannes Geißel, Zimmergeselle und Eva geb. Kräußin
Taufpatin: Maria Salome, Joh. Georg Kressen, Bierbräuers Hausfrau

Quelle: Taufeintrag im Kirchenbuch Taufen und Trauungen 1703 - 1728, S. 357
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19 jahrhundert , evangelisch , hochzeit , münchen , protestantisch

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