#1  
Alt 04.07.2022, 18:10
XodoX XodoX ist offline
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Standard Liegnitz 1911

Hallo,


als ich die Polen in Liegnitz angeschrieben habe, wurde mit mitgeteilt, dass es vom ganzen Jahrgang 1911 - Geburten - nichts gibt. Der Übersetzer sagt "es hätte nicht überlebt". Schon komisch, dass man es nicht genau weiß.
Die Sterbeurkunde allerdings aus dem Jahr 1974 hat unten noch das Standesamt drauf mit der Nummer.
Also "Standesamt und Nummer der Geburt: Liegnitz xxxx/1911".
Ich weiß nicht genau, woher man diese Nummer hatte. Entweder doch noch Zugriff auf die Geburtsurkunde und es dann eingetragen, aber das scheint unwahrscheinlich, da die Sterbeurkunde 2 Tage später ausgestellt wurde und es in der DDR war, oder die Nummer war in irgendeinem Familienbuch vermerkt. Aber es würde mir komisch vorkommen, wenn man solche Nummern vermerkt. Ich habe mir halt gedacht... wenn es 74 noch da war, müsste es ja heute auch noch da sein.
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  #2  
Alt 04.07.2022, 20:35
Balthasar70 Balthasar70 ist offline weiblich
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Hallo XodoX,

auch heute noch muss nach Tod zur Erstellung der Todesurkunde eine Geburtsurkunde des Verstorbenen mit eingereicht werden. Vermutlich hatten die Angehörigen eine Urkunde im Besitz, aus der dann zitiert wurde.
__________________
Gruß Balthasar70
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  #3  
Alt 04.07.2022, 20:40
Benutzerbild von Horst von Linie 1
Horst von Linie 1 Horst von Linie 1 ist offline
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Bei einer Heirat nach 1920 und vor dem 1.7.1938 war im Heiratseintrag nur die Nummer der Geburt verzeichnet.
Vielleicht lag 1974 genau diese Heiratsurkunde vor.


Geringe Hoffnung hier wegen des Liegnitzer Tagblatts:
http://familienforschung-schlesien.i.../tng/index.php


Christoph schreibt zur Meldekartei:
Hinweis 1: Die Meldekartei der Stadt Liegnitz der Jahre 1890 bis 1944 - auf 52 Microfilmrollen von 1944 - befindet sich im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin-Dahlem, Hauptabteilung XIII Nr. 5 und kann dort eingesehen werden. Es gibt dort ein Findbuch zu den Filmen. Verzeichnet sind in der Regel Name, Vornamen, Geburtsdatum u. -ort, Ehepartner, Eltern, Beruf, Zu- und Abzüge.
__________________
Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

Und zum Schluss:
Freundliche Grüße.

Geändert von Horst von Linie 1 (04.07.2022 um 20:43 Uhr)
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  #4  
Alt 04.07.2022, 21:25
XodoX XodoX ist offline
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Achso, verstehe. Danke.




Die haben mir aus Polen dann diese Links geschickt:


https://www.szukajwarchiwach.gov.pl/...ostka/10990123


https://www.szukajwarchiwach.gov.pl/...ostka/10990124


Auf wikipedia steht, dass zu dem Zeitpunkt ca. 80% evangelisch waren und 20% katholisch. Die waren aber katholisch, glaube ich, und da steht nirgendwo, was das nun für Kirchenbücher sind. Oder weiß jemand, ob die alle zusammen in ein Buch eingetragen wurden? Dann hätte ich aber erwartet, dass da irgendwo die Religion steht.
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  #5  
Alt 04.07.2022, 22:09
sonki sonki ist offline
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Na blätter doch mal für 1911 durch ob du sie findest - es scheint sich im übrigen um das evg. KB zu handeln. Die Religion ist aber erwähnt - vorletzte Spalte.

Geändert von sonki (04.07.2022 um 22:10 Uhr)
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  #6  
Alt 04.07.2022, 22:46
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Hallo!

Du suchst also die Eltern der 1974 verstorbenen Person.

Datenschutz greift für diesen Jg. nicht mehr.

Wenn Du also Vor-, Nachname, Geburtstag und Geburtsmonat nennst (1911 & Liegnitz sind ja bekannt), können wir ja mal schauen, ob man ohne die Geburtsurkunde auskommt.

Einfach mal versuchen...

MfG
Manni
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  #7  
Alt 20.07.2022, 17:44
XodoX XodoX ist offline
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Entschuldigt die verspätete Rückmeldung.



Zitat:
Zitat von sonki Beitrag anzeigen
Na blätter doch mal für 1911 durch ob du sie findest - es scheint sich im übrigen um das evg. KB zu handeln. Die Religion ist aber erwähnt - vorletzte Spalte.

Danke. Das wäre dann das falsche Buch. Durchsucht hatte ich es ja schon. Sehe allerdings immer noch nicht, wo das stehen soll. Die vorletzte Spalte auf dem Deckblatt hat es nicht und die vorletzte Spalte im Buch ist "Bermerkungen", wo andere Sachen stehen.






Zitat:
Zitat von Manni1970 Beitrag anzeigen
Hallo!

Du suchst also die Eltern der 1974 verstorbenen Person.

Datenschutz greift für diesen Jg. nicht mehr.

Wenn Du also Vor-, Nachname, Geburtstag und Geburtsmonat nennst (1911 & Liegnitz sind ja bekannt), können wir ja mal schauen, ob man ohne die Geburtsurkunde auskommt.

Einfach mal versuchen...

MfG
Manni

Nein. Ich suche nicht die Eltern. Ich suche genaugenommen nach dem Geburtsnamen. Der Vater hatte 1 Monat nach der Geburt den Namen geändert und ich möchte daher rausfinden, ob bei der Geburt noch der alte oder gar schon der neue Name angegeben war. Die Geburtsurkunde gibt es laut Auskunft aus Liegnitz nicht mehr, leider. Ich erhoffe mir daher Informationen von dem Taufeintrag.
Die genauen Regelungen zum Datenschutz kenne ich nicht, musste mich aber bei Urkunden z.B. aus den 50gern rechtfertigen, wieso ich das mache und wie ich mit den Personen verwandt bin.
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  #8  
Alt 20.07.2022, 17:48
XodoX XodoX ist offline
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Zitat:
Zitat von sonki Beitrag anzeigen
Na blätter doch mal für 1911 durch ob du sie findest - es scheint sich im übrigen um das evg. KB zu handeln. Die Religion ist aber erwähnt - vorletzte Spalte.

Ich kann den Beitrag anscheinend gar nicht mehr ändern....


Ich habe jetzt gesehen, was du anscheinend meinst. Bei Bemerkungen in ein paar Einträgen sieht es so aus, als ob das Wort "Evangelisch" drin steht. Ich kann das nicht ganz genau enttiffern. Und bei den anderen sind es nur " ", also auch evangelisch. Hatte ich nicht gesehen.
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  #9  
Alt 20.07.2022, 18:34
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Zitat:
Zitat von XodoX Beitrag anzeigen
Der Vater hatte 1 Monat nach der Geburt den Namen geändert und ich möchte daher rausfinden, ob bei der Geburt noch der alte oder gar schon der neue Name angegeben war.
Angenommen:

Karl Kowalski meldete im Liegnitzer Standesamt am 2. Januar 1911 die Geburt seines Sohnes an.

Dann hieß das Kind Kowalski. Den oder die Vornamen mußte man nicht zwingend angeben. Da gab es eine Frist - das konnte man also nachtragen.

Am 2. Februar 1911 erhielt er die Erlaubnis, sich fortan Karl Schmidt zu nennen. Der neue Name galt auch für seine Ehefrau und die bis dato geborenen Kinder. Dann folgte ein Verwaltungsvorgang, bei dem die verschiedenen Urkunden durch Randvermerke ergänzt worden sind.

Demnach wurde Dein Vorfahre als Kowalski geboren und erhielt nach einem Monat den Namen Schmidt.
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  #10  
Alt 21.07.2022, 16:22
XodoX XodoX ist offline
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Zitat:
Zitat von Manni1970 Beitrag anzeigen
Angenommen:

Karl Kowalski meldete im Liegnitzer Standesamt am 2. Januar 1911 die Geburt seines Sohnes an.

Dann hieß das Kind Kowalski. Den oder die Vornamen mußte man nicht zwingend angeben. Da gab es eine Frist - das konnte man also nachtragen.

Am 2. Februar 1911 erhielt er die Erlaubnis, sich fortan Karl Schmidt zu nennen. Der neue Name galt auch für seine Ehefrau und die bis dato geborenen Kinder. Dann folgte ein Verwaltungsvorgang, bei dem die verschiedenen Urkunden durch Randvermerke ergänzt worden sind.

Demnach wurde Dein Vorfahre als Kowalski geboren und erhielt nach einem Monat den Namen Schmidt.

Ja, richtig. Ich wollte aber gerne rausfinden, ob der Geburts(nach)name noch der alte war und hätte das gerne mal schwarz auf weiß gesehen. Den Randvermerk (königlicher Erlass) habe ich auf der Geburtsurkunde des Vaters gesehen. Ich weiß ja nun nicht, wie lange so ein königlicher Erlass gedauert hat oder es könnte meiner Meinung nach auch sein, dass es bei der Geburt einfach schon angegeben wurde, obwohl es vielleicht noch nicht durch war. Könnte mir vorstellen, dass man das damals nicht so genau gesehen hat. In Theorie war der Geburtsname sicherlich noch der Alte, aber ich gehe normalerweise nach dem, was auf der Geburtsurkunde steht.
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