#1  
Alt 02.11.2021, 12:26
Benutzerbild von Gudrid
Gudrid Gudrid ist offline weiblich
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Standard Ist Freitod vererbbar?

Hallo zusammen,

ich habe gerade folgende interessante Sendung gesehen
https://www.planet-wissen.de/video-t...uizid-100.html

Mein Großvater hat sich 1955 umgebracht, in den Generationen vorher habe keinen vergleichbaren Fall gefunden.

Mich würde interessieren, ob ihr eine Vererbbarkeit von Suizid in euren Ahnenreihen feststellen konntet.
__________________
Liebe Grüße
Gudrid
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  #2  
Alt 02.11.2021, 12:45
Su1963 Su1963 ist offline weiblich
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Nicht alles, das innerhalb von Familien gehäuft auftritt, ist gleich "vererbt". Überzeugungen, Werthaltungen und Strategien im Umgang mit Problemen können durchaus innerhalb einer Familie weitergegeben werden.

Bei mir gab es zwar in den Nachforschungen auch immer wieder Suizid aber zum Glück keine Häufung innerhalb einzelner Familienzweige.

LG Susanna
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  #3  
Alt 02.11.2021, 13:18
Feldsalat Feldsalat ist offline weiblich
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Ich hoffe ja nicht, daß sich das vererbt ... meine beiden Urgroßväter mütterlicherseits haben sich erhängt
Einer vor 1933, er war an Leberkrebs erkrankt.
Der andere 1946 in einem Lager nach der Vertreibung aus dem Sudetenland.

Und 1841 hat sich in Böhmen ein weiterer Verwandter mütterlicherseits umgebracht. Im Sterbeeintrag steht was von "zufällig", aber ob man sich zufällig in den Mund schießen kann?

Am Schlagfluß
in Folge gänzlicher
Zerschmetterung
der Grundfläche des
Gehirns als Folge
eines zufällig bey-
gebrachten Schußes
durch den Mund.
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  #4  
Alt 02.11.2021, 14:09
Su1963 Su1963 ist offline weiblich
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An dieser Stelle - weil wir uns hier ja nicht in einem geschlossenen Forum, sondern in der Öffentlichkeit und über google auffindbar unterhalten - ein wichtiger Hinweis:



Im Gegensatz zu früheren Zeiten gibt es heutzutage für alle, die nicht mehr weiterwissen, und deren Bezugspersonen Anlaufstellen für Beratung und Unterstützung. Ich wünsche allen Betroffenen, dass sie den Weg dorthin finden!


LG Susanna
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  #5  
Alt 02.11.2021, 16:13
HelenHope HelenHope ist offline
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Es gibt bekanntlich genetische Dispositionen für bestimmte Erkrankungen und damit einhergehend auch bestimmte Verhaltensweisen.
Ich habe leider in beiden Familenseiten gehäufte Fälle psyschicher Erkrankungen, aber relativ wenig Suizid.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass ein Suizid sich epigenetisch auf Folgegenerationen auswirken könnte.
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  #6  
Alt 02.11.2021, 17:06
Benutzerbild von Garfield
Garfield Garfield ist offline weiblich
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Hallo

Ich denke nicht, dass Suizid an sich vererbbar ist, das ist ja "nur" eine Reaktion auf etwas wie eben psychische Krankheiten, traumatische Erlebnisse, Überforderung etc. Für psychische Krankheiten und für Resilienz gibt es erbliche Faktoren, aber genauso kann auch die (soziale) Umwelt beides beeinflussen. Daher kann, aber muss es nicht Häufungen in einer Familie geben.

Ja, ein Suizid wird bei der Familie durchaus ein Trauma hinterlassen können, aber da ist auch wieder die Frage nach der Resilienz, ob das längerfristige Auswirkungen hat.

Zum Glück gibt es heute viel mehr Hilfesangebote, sowohl in vielen Orten wie online.
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  #7  
Alt 02.11.2021, 18:01
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Horst von Linie 1 Horst von Linie 1 ist offline
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Keine Scheidungen, keine Selbsttötungen.
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Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

Und zum Schluss:
Freundliche Grüße.
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  #8  
Alt 02.11.2021, 18:07
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Gudrid Gudrid ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Garfield Beitrag anzeigen
Zum Glück gibt es heute viel mehr Hilfsangebote, sowohl in vielen Orten wie online.
Du hast natürlich recht. Aber der oben genannte Bericht hat mich doch sehr erstaunt, dass sich trotz allen gebotenen Maßnahmen so viel Menschen das Leben nehmen.
Ich denke, dass in früheren Zeiten oft nicht klar war, an was der Verstorbene dahingeschieden ist. Wenn ich nur an meine Urgroßmutter denke, die mit 52 Jahren an Schlagfluss starb, nicht unmöglich, aber ungewöhnlich.
__________________
Liebe Grüße
Gudrid
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  #9  
Alt 02.11.2021, 18:32
sewe sewe ist offline
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Ich meine vor etlichen Jahren mal irgendwo gelesen zu haben, dass wenn es in der Familie einen Suizid gab, dass die Suizidrate um 1/8 in den nachfolgenden Genrationen (allgemein und nicht pro Generation) höher liegt. Aber keine Ahnung wo ich das gelesen hatte
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  #10  
Alt 02.11.2021, 19:36
HelenHope HelenHope ist offline
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Zitat:
Zitat von Gudrid Beitrag anzeigen
Du hast natürlich recht. Aber der oben genannte Bericht hat mich doch sehr erstaunt, dass sich trotz allen gebotenen Maßnahmen so viel Menschen das Leben nehmen.
Ich denke, dass in früheren Zeiten oft nicht klar war, an was der Verstorbene dahingeschieden ist. Wenn ich nur an meine Urgroßmutter denke, die mit 52 Jahren an Schlagfluss starb, nicht unmöglich, aber ungewöhnlich.
Meine 3xUrgroßmutter brachte sich 1875 um, vermutlich Kindsbettdepression. Im Sterbeeintrag stand: Ertränkt. Ich habe dann später noch so eine Karte gefunden, auf der der Pfarrer vermerkt hatte, dass sie gemütskrank war. Sie hinterließ ein gerade 4 Monate altes Kind und einen 7-jährigen.
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