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  #21  
Alt 29.12.2021, 02:26
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Garfield Garfield ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von stoetzner Beitrag anzeigen
ich gieße ungern Wasser in den Wein, aber: kommerzielle DNA-Preisgabe – HÄNDE WEG!


Man hat es nie mehr unter Kontrolle, was mit den Daten über den eigenen Körper jemand anstellen wird. Und dann sind immer auch die nächsten Angehörigen mit betroffen, die nicht gefragt wurden und die sich nicht mehr dagegen wehren können. FINGER WEG von diesem Wahnsinn, ihr wißt nicht, was danach kommt.
»Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.«



Besinnt euch und laßt die Finger davon.
Um lose Prof. Ernst Hafen von der ETH Zürich (*) zu zitieren: "Um den Datenschutz bei DNA-Tests würde ich mir nicht wirklich Sorgen machen, Google weiss wahrscheinlich bereits mehr über euch."

*: Der Vortrag "Genome meets iPhone – DNA Verwandte, Genealogie und das Geschäft mit Daten" mit Prof. Ernst Hafen wurde von der Genealogisch Heraldischen Gesellschaft Ostschweiz organisiert und ist auf ihrer Webseite unten verlinkt: https://www.ghgo.ch/blog/143-dna

Meines Wissens wird ja bei einem typischen DNA-Test nur ein kleiner Teil der DNA überhaupt analysiert. Gerade wenn man nur einen genealogischen Test machen lässt, ohne Gesundheitsdaten, dann sind das Daten, die für andere wenig interessant sind. Was "die anderen" wollen, namentlich US Krankenkassen uä, sind eben jene Gesundheitsdaten.
Dass man mit seiner eigenen DNA auch DNA seiner Vorfahren preis gibt - ja, das dürfte den meisten Leuten klar sein und dann wird dieses Risiko auch bewusst eingegangen.



Ich selbst bin immer noch am überlegen, ob ich einen DNA-Test machen soll. Einerseits wäre es spannend, mit den vorhandenen Test vom Cousin meines Vaters zu vergleichen. Aber das alleine wäre nicht spannend genug. Ich habe online zwei entfernte Verwandte in den USA gefunden, die bereits bei 23andme getestet haben. Mit der einen bin ich bisher nur verschwägert, aber da ihre komplette mütterliche Seite aus dem selben Dorf kommt wie meine väterliche Seite, müsste es da doch bestimmt kleine Übereinstimmungen geben. Der andere wahrscheinlich Verwandte hat den selben Familiennamen wie ich und seine Vorfahren stammen vor 1700 auch aus dem selben Dorf wie meine. Wir haben Daten, die passen könnten, aber leider aktuell zu wenig Belege (man müsste direkt in dieses Dorf fahren für die Kirchenbücher). Jedenfalls fände ich es da spannend, wenn ein männlicher Verwandter von mir einen Y-DNA-Test machen würde. Der gemeinsame Vorfahr müsste aber mehr als 9 Generationen zurück liegen.

Nun traue ich den US-Firmen aber ehrlich gesagt auch nicht so. Ich fände es - weil wohl kaum andes möglich? - weniger schlimm, irgendwo meine Rohdaten hoch zu laden. Aber den Test selbst möchte ich lieber eine Firma machen lassen, bei denen ich weiss, dass sie die Gesundheitsdaten wirklich nicht testen bzw. auswerten. Angeblich gebe es gerade bei 23andme offenbar kein opt-out bei den Gesundheitsdaten.
Ich meine mich aber zu erinnern, dass jemand in diesem Forum mal etwas von einer europäischen DNA-Test-Firma geschrieben hat. Vielleicht eine Firma in Irland? Weiss da jemand etwas?
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  #22  
Alt 29.12.2021, 07:41
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BOR BOR ist offline männlich
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Hallo Garfield,
eine Verwandtschaft über so viele Generationen ist nicht mehr
deutlich sichtbar in den DNA Daten, selbst kürzere Verwandtschaften
verwaschen mit den Menschen die aus dem gleichen Umfeld kommen.
Viel enttäuschender finde ich, dass ich Matches habe mit Menschen die entweder keinen Stammbaum öffentlich haben oder nur drei Individuen und dann auch noch nichtmal auf Anfragen antworten, warum macht man das dann?
Insgesamt von ich von den von mir verwalteten vier Tests (aus unserern Familien) eher enttäuscht.
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  #23  
Alt 29.12.2021, 12:07
Paramecium Paramecium ist offline
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Zitat:
Zitat von Garfield Beitrag anzeigen

Meines Wissens wird ja bei einem typischen DNA-Test nur ein kleiner Teil der DNA überhaupt analysiert. Gerade wenn man nur einen genealogischen Test machen lässt, ohne Gesundheitsdaten, dann sind das Daten, die für andere wenig interessant sind. Was "die anderen" wollen, namentlich US Krankenkassen uä, sind eben jene Gesundheitsdaten.

Nun traue ich den US-Firmen aber ehrlich gesagt auch nicht so. Ich fände es - weil wohl kaum andes möglich? - weniger schlimm, irgendwo meine Rohdaten hoch zu laden. Aber den Test selbst möchte ich lieber eine Firma machen lassen, bei denen ich weiss, dass sie die Gesundheitsdaten wirklich nicht testen bzw. auswerten. Angeblich gebe es gerade bei 23andme offenbar kein opt-out bei den Gesundheitsdaten.
Hallo Garfield. Deine Aussage stimmt so nicht. Viele SNPs die zur genealogischen Analyse können auch Aussagen über gesundheitliche Aspekte/Physiologie geben. Bei vielen Anbietern werden für genealogische Analysen und Gesundheitsanalysen die gleichen DNA-Chips mit den gleichen DNA-Targets verwendet. Die Auswertung der Gesundheitsdaten ist dann lediglich ein Opt-In für den man einen Aufpreis bezahlt.

Mit den DNA-Sequenz-Rohdaten aus den genealogischen Tests (und ein wenig Wissen) kann man aber die entsprechenden Analysen mit Bezug auf Gesundheit auch selber durchführen. Letztendlich war dies neben dem genealogischen Interesse auch einer der Gründe, weswegen ich mich für DNA-Tests (Ancestry + Living DNA) entschieden habe. Das Preis-Leistungs-Verhältnis (50-80 Euro pro Test) ist diesbezüglich extrem gut.

Zitat:
Zitat von Sbriglione Beitrag anzeigen
Hallo allerseits,

Was könnte das zu sagen haben?
Wäre es nur ein Einzelfall, würde ich es für einen reinen Zufall halten, aber die Tatsache, dass es gleich mehrere Matches ohne erkennbare genealogische Übereinstimmung sind, lässt mich fast vermuten, dass ich selbst jüdische Vorfahren habe, ohne es zu wissen...

Was haltet ihr von der Sache?
Hallo Sbriglione. Ich fürchte du wirst hier keine zufriedenstellende Antwort bekommen. Das ist ohne detaillierte Informationen stochern im Nebel. Es kann sicher so sein, wie du vermutest und sich ein jüdischer Vater unter deinen Vorfahren tummelt. Genau so gut könnte es anders herum sein. Wenn du nur ein paar jüdische Familien als Match hast, muss es sich bei der Sequenz noch lange nicht um eine stark konservierte "jüdische" Sequenz handeln.
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  #24  
Alt 29.12.2021, 13:40
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Garfield Garfield ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von BOR Beitrag anzeigen
Hallo Garfield,
eine Verwandtschaft über so viele Generationen ist nicht mehr
deutlich sichtbar in den DNA Daten, selbst kürzere Verwandtschaften
verwaschen mit den Menschen die aus dem gleichen Umfeld kommen.
Danke dir. Demnach würde mein Hauptinteresse für einen DNA-Test wegfallen, wenn das nicht möglich ist.

Zitat:
Zitat von Paramecium Beitrag anzeigen
Hallo Garfield. Deine Aussage stimmt so nicht. Viele SNPs die zur genealogischen Analyse können auch Aussagen über gesundheitliche Aspekte/Physiologie geben. Bei vielen Anbietern werden für genealogische Analysen und Gesundheitsanalysen die gleichen DNA-Chips mit den gleichen DNA-Targets verwendet. Die Auswertung der Gesundheitsdaten ist dann lediglich ein Opt-In für den man einen Aufpreis bezahlt.

Mit den DNA-Sequenz-Rohdaten aus den genealogischen Tests (und ein wenig Wissen) kann man aber die entsprechenden Analysen mit Bezug auf Gesundheit auch selber durchführen. Letztendlich war dies neben dem genealogischen Interesse auch einer der Gründe, weswegen ich mich für DNA-Tests (Ancestry + Living DNA) entschieden habe. Das Preis-Leistungs-Verhältnis (50-80 Euro pro Test) ist diesbezüglich extrem gut.
Danke für deine Ausführung. Dann müsste man umso besser aufpassen, bei welcher Firma man den Test macht, wenn man sich da um seine Daten sorgt.
Mich persönlich interessieren die Analysen in Bezug auf Gesundheit gar nicht, sondern rein jene für die Ahnenforschung und mögliche Matches.

Wobei ich mir ehrlich gesagt nicht viel Hoffnung auf Matches mache. Klar würde ich auf zufällige Matches hoffen, immerhin habe ich mehrere ausgewanderte verwandte Linien in den USA und Kanada und ein Vorfahrenzweig aus Deutschland, dem ich noch viel zu wenig nachgehen konnte.
Leider hatte ich bei normalen Matches auf Online-Stammbäumen bisher auch wenig Glück und bei MyHeritage nie eine Antwort bekommen. Vermutlich fangen viele Leute einfach mal an, vielleicht aus Interesse nach einem Familientreffen oder weil sie einen DNA-Test geschenkt bekommen haben. Und machen dann nicht weiter, weil sie entweder nicht wissen wie, oder weil sie mehr Zeit investieren müssten, als sie können oder möchten.
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  #25  
Alt 29.12.2021, 21:39
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Sbriglione Sbriglione ist offline männlich
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Hallo allerseits,

was die Frage nach vergleichsweise "unproblematischen" DNA-Tests in Bezug auf den Umgang mit Daten betrifft, halte ich ebenso wie Paramecium "living DNA" für den besten Anbieter - allerdings mit dem Nachteil, dass nach meiner Erfahrung nicht sonderlich viel herum kommt, wenn man nur dort nach Matches sucht (diesbezüglich hatte ich mit dem Hochladen meiner Sachen bisher ausschließlich bei "myheritage" wirkliche Treffer.

In den letzten Jahren gab es übrigens in der Zeitschrift des "Vereins für Computergenealogie" immer mal wieder interssante Artikel bezüglich Gentests und den Möglichkeiten, wie man damit arbeiten kann. In der Ausgabe 4 des jetzigen Jahres gibt es beispielsweise einen recht netten Artikel darüber, wie man auch "kleinere" Matches mit etwas Glück einzelnen Vorfahren bzw. Vorfahrenfamilien richtig zuordnen kann.

Grüße!
__________________
Suche und biete Vorfahren in folgenden Regionen:
- rund um den Harz
- in Ostwestfalen
- in der Main-Spessart-Region
- im Württembergischen Amt Balingen
- auf Sizilien
- Vorfahren der Familie (v.) Zenge aus Thüringen
- Vorfahren der Familie v. Sandow aus dem Ruppinischen
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  #26  
Alt 30.12.2021, 21:29
HelenHope HelenHope ist offline
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Zitat:
Zitat von Sbriglione Beitrag anzeigen
Hallo allerseits,

mir ist gerade mal wieder ein Befund untergekommen, bei dem ich vermute, dass er nicht rein zufällig sein kann: in ein und demselben Chromosom und dort an gleicher Stelle habe ich gleich mehrere (kleine) "matches" mit verschiedenen anderen Leuten, mit denen ich keine bekannten Verbindungen innerhalb unserer bekannten Stammbäume habe - wozu ich schreiben muss, dass ich im 19. und im 18. Jahrhundert immerhin drei unehelich geborene Vorfahren habe und nur bei einem davon eine Information bezüglich des "Erzeugers" habe.

Eine der Personen mit denen ich "matche" hatte teils Vorfahren in der gleichen Region, wie ich und sogar einen identischen Familiennamen, wobei es sich aber bei ihr um eine gesichert jüdische Familie gehandelt hat und bei mir um eine gesichert protestantische Familie.
Was aber alle "matches" von mir in dem geteilten Bereich unter einander gemeinsam haben ist, dass sie ihrerseits alle nach eigener Aussage "jüdisch" sind.

Was könnte das zu sagen haben?
Wäre es nur ein Einzelfall, würde ich es für einen reinen Zufall halten, aber die Tatsache, dass es gleich mehrere Matches ohne erkennbare genealogische Übereinstimmung sind, lässt mich fast vermuten, dass ich selbst jüdische Vorfahren habe, ohne es zu wissen...

Was haltet ihr von der Sache?
Magst du das Segment preisgeben? Ich würde gerne nachsehen, ob wir dort bei MH matchen oder bestimmte jüdische Matches teilen. Ich habe definitiv jüdische Vorfahren, das lässt sich an einigen Parametern gut erkennen.
Schreib mir gern eine PN wenn du magst

Liebe Grüße
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  #27  
Alt 30.12.2021, 21:36
HelenHope HelenHope ist offline
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Zitat:
Zitat von Garfield Beitrag anzeigen
Danke dir. Demnach würde mein Hauptinteresse für einen DNA-Test wegfallen, wenn das nicht möglich ist.

Danke für deine Ausführung. Dann müsste man umso besser aufpassen, bei welcher Firma man den Test macht, wenn man sich da um seine Daten sorgt.
Mich persönlich interessieren die Analysen in Bezug auf Gesundheit gar nicht, sondern rein jene für die Ahnenforschung und mögliche Matches.

Wobei ich mir ehrlich gesagt nicht viel Hoffnung auf Matches mache. Klar würde ich auf zufällige Matches hoffen, immerhin habe ich mehrere ausgewanderte verwandte Linien in den USA und Kanada und ein Vorfahrenzweig aus Deutschland, dem ich noch viel zu wenig nachgehen konnte.
Leider hatte ich bei normalen Matches auf Online-Stammbäumen bisher auch wenig Glück und bei MyHeritage nie eine Antwort bekommen. Vermutlich fangen viele Leute einfach mal an, vielleicht aus Interesse nach einem Familientreffen oder weil sie einen DNA-Test geschenkt bekommen haben. Und machen dann nicht weiter, weil sie entweder nicht wissen wie, oder weil sie mehr Zeit investieren müssten, als sie können oder möchten.
Na, man wird gern mal überrascht. Es Bedarf aber auch einiger Geduld und einen gewissen Biss, sich in die Materie einzuarbeiten.
Ich arbeite mit meiner, Mamas und Papas DNA jetzt seit Juni/Juli und habe einige Verwandschaft gefunden, Vorfahren bestätigen und tolle, wirklich wundervolle neue familiäre Bande knüpfen können. Natürlich spielt da auch immer Zufall mit, wer sich testen lässt und wer Stammbäume führt, aber gerade weil sich viele nicht testen lassen, haben wir es in Deutschland noch recht schwer damit. Die Amerikaner sind uns da weit vorraus.

Ich erzähle morgen mehr, wenn ich am PC bin. Da kann ich ausführlicher tippen.
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  #28  
Alt 30.12.2021, 23:44
Tulpenbaum Tulpenbaum ist offline
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Mein Urgroßvater mütterlicherseits ist mit 32 Jahren 1891 auf dem Weg in die USA verschollen, man hat nie wieder was von ihm gehört. Meinen damals 3 jährigen Großvater hat er bei der Familie seiner verstorbenen Frau zurücklassen müsen. Ich habe über 20 Jahre vergeblich auf allen Ahnen-Webseiten nach ihm gesucht und war zu dem Schluss gekommen, dass er in den USA nie angekommen ist (oder keiner seiner eventuellen Nachkommen sich für Familienforschung interessierte). Nun habe ich in diesem Jahr einen DNA Test mit meiner 93 jährigen Mutter gemacht. Damit habe ich ihn in den USA gefunden. Seine Enkelin hatte einen DNA Test von sich auf ancestry eingestellt und der Treffer mit der DNA meiner Mutter als Halbgroßcousine war da. Mein Urgroßvater hatte sich in den USA 9 Jahre jünger gemacht, einen anderen zweiten Vornamen angenommen und seinen Geburtsort verschwiegen. Daher hatte ich ihn in all den Jahren nicht gefunden. Beim näherern Abgleich stelleten sich noch weitere Angaben heraus, die nur er gewusst haben konnte. Leider ist seine Enkelin schon verstorben und die Nachkommen (und die von weiteren Enkelinnen) haben kein Interesse an der Geschichte und/oder sind nicht zu erreichen. Ich wollte auch gar keinen näheren Kontakt, sonder eigentlich nur ein Bild von meinem Urgroßvater. Eine Person hat dann doch geantwortet. Da aber keiner mehr wusste, wer mein Urgroßvater (und ihrer) auf den alten Bildern ist, ist daraus nichts geworden und sie hat nichts geschickt.
Im Vorfeld hatte ich mir viel Gedanken zum Datenschutz gemacht, diese aber relativiert, da ich dann doch wissen wollte, ob der Test zu einer Spur führt. Was er dann auch tat....
Desweiteren hab ich mehrere Matches mit näheren Verwandten in den USA, die allesamt wie oben beschrieben sind: keine Ahnentafeln, keine Antworten. Ein bisschen habe ich nun durch diesen Thread verstanden, warum das so ist...

Geändert von Tulpenbaum (31.12.2021 um 00:13 Uhr)
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  #29  
Alt 31.12.2021, 09:08
HelenHope HelenHope ist offline
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Guten Morgen !

Tulpenbaum, ich freue mich für dich über deinen Fund!

Dass viele nicht antworten oder keine (öffentlichen, ausgebauten, etc) Stammbäume haben, ist wahr. Aber es gibt genug andere, die genauso interessiert sind wie man selbst. Die forschen aber nicht immer zur gleichen Zeit oder kochen ihr eigenes Süppchen. Das ist ok.
Ich war anfangs auch sehr frustriert. Aber mit wachsendem Baum wurde es besser. Was mich am meisten behindert sind die Grenzen der mir aktuell gegebenen Forschungsmöglichkeiten, Endogamie und mögliche NPE'S (non parental event, ein Elternteil stimmt nicht mit der Person auf dem Papier überein). Das überfordert mich aktuell auch sehr. Aber ansonsten hab ich hier mal ein paar tolle Matches :


Als erstes fand ich meinen Onkel 3. Grades in Australien. Er hatte nur 6 Personen im Stammbaum, aber der enthielt den Nachnamen von meiner Uroma. Sein Opa war der Bruder meiner Uroma, das hatte ich schnell raus. Wir haben regen Kontakt, schicken uns Bilder und ich bekam sogar eine Karte aus Australien.

Dann konnte ich den Vater meiner Oma mütterlicherseits bestätigen, Erich Lämmerhirt. Wir (Mama und ich ) haben ein Match auf der Familienseite seiner Mutter (Nachkommen ihres Bruders) und mind. 2 auf der Familienseite des Vaters bzw des Großvaters. Mein Match M. stammt von Erich's Tante ab.

Dann habe ich zwei Matches zur Familienseite von Papas väterlicher Oma. Ihr Nachname ist Hesper, und ein Match trägt diesen Nachnamen auch noch. Eine betagte Dame, gebürtig aus Holland, nun in England lebend. Wir schrieben ein wenig hin und her, und ich bekam sogar Hilfe hier im Forum, die Familie in Wesel nachzuverfolgen. Und das besondere : durch dieses DNA-Match konnte ich den Vater meines 3xUrgroßvaters zweifelsfrei bestimmen. Vorher gab es mehr als eine denkbare Option.
Zu der Hesper-Familie gibt es noch ein weiteres Match, das dann auch schnell gefunden war.

Meine Matches zur Familie Rischar haben mich besonders gefreut. Franziska Rischar ist meine 2x Urgroßmutter. Durch Gedbas und andere Suchversuche hatte ich schnell im Blick, dass mich die Suche eventuell an die Mosel führt. Dann fand ich ein Match mit dem Nachnamen im Baum, ein Rischar und eine König aus Berg an der Mosel. Das bestätigte mich zusätzlich. Es gelang mir dann, den Vater von Franziska in Vorst (damals Kempen, heute Viersen) ausfindig zu machen, er war von Traben nach Vorst gezogen und hatte sich als Seidenweber dort den traditionell ansässigen Weberfamilien angschlossen und eine Bandmacherin geheiratet. Nachdem ich dann mit meinen Forschungen in Traben angelangt war, fand ich schnell heraus, dass Franziskas Tante Carolina mit einem Hern August Becker nach Amerika ausgewandert war. Gleich vier der Nachkommen, davon auch das bereits erwähnte Match, wurden mir angezeigt. Einer davon heißt auch heute August Becker

Dann habe ich noch vier Matches zu meiner Salentin-Linie. Die gehen auf einen gemeinsamen Vorfahren im Jahr 1747 zurück, Johann Salentin.

Und zwei gehen auf meine Kolonisten Familie Metzger zurück. Das ist der älteste gemeinsame Vorfahre bisher, 1727, mein 7xUrgroßvater. Das finde ich schon beachtlich.


Neulich bekam ich dann von einem Match eine pdf, da stand sogar mein Opa drauf das war cool und gruselig zugleich. Wie wir jetzt exakt verwandt sind, weiß ich zwar nicht, aber das geht vermutlich auch relativ weit zurück und vermutlich haben wir hier auch Endogamie.


Die meisten dieser Geschichten sind väterlicherseits. Ich hoffe, meinen Onkel noch testen zu können, um eventuell irgendwann mal Omas Vater identifizieren zu können.
Auf Mamas Seite habe ich gefühlt kaum eine Chance, irgendwen zuzuordnen. Ich gehe davon aus, dass wir dort Kuckuckskinder haben und zwar schon recht früh. Außderm liegt auf ihrer Seite bzw der Seite von Omas mütterlicher Herkunftsfamilie auch die jüdische Komponente.
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  #30  
Alt 31.12.2021, 10:48
frauch84 frauch84 ist offline
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Ich habe vor genau 3 Jahren einen DNA-Test bei Ancestry gemacht.

Die DNA-Geschichte (oder "Abstammungsmix", wie es bei Ancestry heißt) hat mich dabei am meisten gereizt – und inzwischen gab es da in regelmäßigen Abständen auch Updates, weil das Verfahren immer weiter verbessert wird, je mehr Leute ihre Tests einschicken.
Aktuell sind 5 Regionen in meinem Abstammungsmix, von denen ich 3 (Osteuropa, Deutschsprachiges Mitteleuropa, Baltikum) sehr gut nachvollziehen kann. Nur Schweden und der Balkan kommen in meinen bisher gefundenen Ahnen (noch) nicht vor.

Bzgl. Matches war das bisher eher dünn. Kurioserweise ist mein engstes Match ein Cousin 2. Grades von mir, den ich nicht persönlich kenne, aber durch andere Verwandtschaft wusste, dass er existiert. Da er selbst aber nur einen Stammbaum bis zu seinen Großeltern (deren Daten ich schon hatte) eingepflegt hat, haben wir auch nie kommuniziert.

Ansonsten habe ich noch 2 Verwandte 2.-4. Grades, die aber keinen Stammbaum drin haben, und eine Menge weit entfernte Matches, von denen kein einziger Name passt.
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