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  #1  
Alt 01.10.2020, 11:52
Benpaetz Benpaetz ist offline weiblich
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Standard DNA Genealogie u. Erfahrungen mit sog. Matches

Guten Morgen.
Ich habe mich dieses Jahr endlich dazu entschlossen, meine Forschungen mit DNA Tests bei verschiedenen Anbietern zu untermauern. Besonders in Anbetracht der Schwierigkeit verlorener Kirchenbücher u. Personenstandregister aus Ostpreussen, woher meine Familie mütterlicherseit kam.

Nun habe ich meine Ergebnisse von myHeritage, LivingDNA u. Ancestry vorliegen u. sammel gerade vielfältige Erfahrungen mit sog. Matches u. deren Besitzer.

Es ist schon frustrierend zu erleben, wenn ein Match angezeigt wird, z.B. 1-2 Grad u. der Besitzer(-in) kein Stammbaum hat oder nicht gewillt ist gemeinsam auf die Suche des Vorfahren zu gehen.

Was sind eure Erfahrungen u. wie geht ihr damit um?

Lg. BenPaetz
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  #2  
Alt 01.10.2020, 12:38
Benutzerbild von jacq
jacq jacq ist offline
Super-Moderator
 
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Moin Benpaetz,

ich hatte es bereits an anderer Stelle einmal geschildert, aber greife es gerne noch einmal auf.

Zitat:
Zitat von jacq
DNA-Genealogie ist zwar eine interessante Sache, aber bringt insofern nur bedingt was, wenn der Großteil ...
a) nicht auf Nachrichten antwortet
b) keinen Stammbaum hinterlegt hat
c) keine/kaum Ahnenforschung betrieben hat
Oftmals sind es wohl leider keine Personen, die Ahnenforschung betrieben / daran interessiert sind bzw. maximal ein paar jüngere Daten eingepflegt haben, die man "vor kurzem irgendwo mal aufgegriffen hat".
Vielmehr sind es oft eher "Werbeopfer" der neu-beworbenen Möglichkeit der DNA-Genealogie.
Dass die Ergebnisse, die man erhält ("tolle Karten und Diagramme" mit historischen Wanderungsbewegungen, prozentuale ethnische Zugehörigkeit etc.) ohne Forschung nichts wert sind, erzählt einem natürlich keiner.
Bzw. ich denke, dass dem Gros der Testpersonen genau das schon reicht, um es irgendwo vorzuzeigen.

Habe also bislang leider ausschließlich Negativerfahrungen gemacht, obwohl so einiges an Potenzial (ein paar vielversprechende Matches) da wäre.
__________________
Viele Grüße,
jacq

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  #3  
Alt 01.10.2020, 12:45
Benpaetz Benpaetz ist offline weiblich
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Hallo Jacq, ja das kann ich gut nachvollziehen. Zudem fällt auf, das die Westeuropäer noch sehr weit hinten liegen, ihre DNA testen zu wollen.
Ich erhalte zu 70% aus USA u. Neuseeland. Schön nur ohne Stammbaum nützt es nichts.

Aber um dir Hoffnung zu machen:
Ich habe durch diese Test´s eine Grosscousine u. somit meine lang gesuchte Grosstante gefunden.
Vielleicht dauert es noch ein paar Jahre bis wir in unserer Region die DNA genealogie mehr nutzen u. somit auch zu Ergebnissen kommen.
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  #4  
Alt 02.10.2020, 01:24
Benutzerbild von Saraesa
Saraesa Saraesa ist offline weiblich
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Registriert seit: 26.11.2019
Beiträge: 862
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Bislang – leider, leider - ausschließlich negative Erfahrungen. Keinerlei Reaktion, obwohl einige Matches regelmäßig online sind.
Besonders bitter: Eine Cousine 2. Grades hat sich immerhin nach einem Jahr gemeldet und meinte, dass ihr deutscher Vater ein Waise gewesen sei und sie keine weiteren Informationen über ihn hätte. Auf mein Angebot hin, ihr bei der Suche zu helfen (habe zur Eingrenzung DNA-Daten anderer Familienmitglieder) kam keine Antwort. Sehr schade, zumal hier auch anscheinend kein Interesse am eigenen Vater besteht. Mich persönlich interessiert immer noch brennend, über wen ich mit ihr verwandt bin. (Denn theoretisch gab es so einen Fall in der Familie nicht...)

Geändert von Saraesa (02.10.2020 um 01:46 Uhr)
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  #5  
Alt 02.10.2020, 08:31
Mismid Mismid ist offline
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Beiträge: 738
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Wenn Kirchenbücher fehlen, dann wird sich der Erfolg auch mit einem DNA Test nicht einstellen können. Wie sollte man dann den Zusammenhang des DNA Treffers herstellen? Es muß dann ja mindestens eine der Parteien einen Stammbaum aus alten Familienquellen besitzen, aus dem zweifelsfrei auch der gemeinsame Verwandte hervorgeht.



Bei DNA-Treffern 1. und 2. Grades braucht man ja keine Kirchenbücher. Denn das wären dann ein Geschwister, Eltern oder max. Großelternteil. Und diese sind ja mit hoher Wahrscheinlichkeit bekannt oder ermittelbar.


Ich habe schon ettliche (ca. 40) weiter entfernte Verwandte durch den DNA-Vergleich eindeutig ermitteln können. Hier gab es aber immer Kirchenbücher. oder Standesamtunterlagen. In den meisten Fällen konnte ich den anderen helfen, weil deren Daten ungenau waren oder fehlten. In 1-2 Fällen konnte mir geholfen werden, da ich nicht an die Kirchenbücher komme, obwohl sie vorhanden sind.
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  #6  
Alt 02.10.2020, 10:05
Benpaetz Benpaetz ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
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Hallo Mismid,
danke für deinen Beitrag.
Prinzipiell magst du Recht haben, aber DNA Test kann helfen, wenn die Eltern oder Verwandte von Personen berichten, z.B. Tanten, Cousinen usw, die aber durch vermisste Kirchenbücher oder Personenstandregister nicht nachzuverfolgen waren.

Durch meinen DNA Test habe ich meien Grosstante finden können u. ihre Spur nach Düsseldorf verfolgen können. Dadurch konnte ich über Standesamt die Sterbeurkunde bestellen.

Es ist möglich , auch wenn man nicht hoffen sollte oft solche besonderen Treffer zu erzielen.
Gruss BenPaetz
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  #7  
Alt 02.10.2020, 10:44
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist gerade online männlich
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Zitat:
Zitat von Mismid Beitrag anzeigen
Bei DNA-Treffern 1. und 2. Grades braucht man ja keine Kirchenbücher. Denn das wären dann ein Geschwister, Eltern oder max. Großelternteil. Und diese sind ja mit hoher Wahrscheinlichkeit bekannt oder ermittelbar.
Hallo Mismid,

angenommen, ich wollte testen, ob ich mit einer Person gleichen Familiennamens einen gemeinsamen Vorfahren habe, unsere Väterlinien also eines Ursprungs sind: wie viele Generationen dürfte diese Gabelung denn maximal zurückliegen, um von einem DNA-Test noch ausgemacht werden zu können?

Viele Grüße
consanguineus
__________________
Suche:

Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Kl. Rhüden, * um 1750

Joh. Andr. MAASBERG, Bürger und Windmüller in Peine, * um 1730
Carl KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * um 1700
Georg Melchior SUDHOFF, Pächter in Calvörde, * um 1680
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
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  #8  
Alt 02.10.2020, 13:02
AllaDann AllaDann ist offline
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Registriert seit: 12.01.2017
Beiträge: 93
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Hallo consanguineus,

hier ein Link mit Statistiken zu diesem Thema für autosomale DNA (also alle Vorfahren-Linien betreffend)

https://isogg.org/wiki/Cousin_statistics

Hierdurch lässt sich eine Verwandtschaft in dem für den Familienforschung relevanten Zeitraum bestätigen, aber nicht falsifizieren.

Sollte es tatsächlich nur um die väterliche Linie gehen, dann lässt es sich vermutlich nur falsifizieren. Dies ist dann der Fall, wenn die Y-Haplogruppen nicht übereinstimmen (bzw. die Unterschiede nicht in den für die Familienforschung relevanten Zeiträumen entstanden sein können). Bei gleichen Haplogruppen liegt deren Entstehungszeit i.d.R. zu weit zurück, um einen Vorfahr identifizieren zu können.

Gruß
Andreas
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  #9  
Alt 02.10.2020, 14:51
OliverS OliverS ist offline männlich
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Registriert seit: 27.07.2014
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Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Hallo Mismid,

angenommen, ich wollte testen, ob ich mit einer Person gleichen Familiennamens einen gemeinsamen Vorfahren habe, unsere Väterlinien also eines Ursprungs sind: wie viele Generationen dürfte diese Gabelung denn maximal zurückliegen, um von einem DNA-Test noch ausgemacht werden zu können?

Viele Grüße
consanguineus
Hallo, ich habe nur den Ancestry und Myhertiage Test gemacht, wegen der Entfernungen wo was zu finden ist, um es zu verdeutlichen, hier ein Bild wo ich den DNA Match eindeutig finden konnte. Nur als Anregung wie weit die sein können. Oben mein 5x Urgroßvater - unten das Kind vom Match, das sind einige Generationen und Querlinien weiter.
https://up.picr.de/39559761ik.jpg
Ich habe noch 2,3 davon - suche ich mal und poste mal hier. Die 75Cm sind übrigens mit meiner Mutter nicht mehr mit mir.

Und wegen "es macht kein Sinn wenn keine Kirchenbücher da sind".
Seh ich nicht so, ich konnte erst durch den DNA Test überhaupt wieder Mitglieder der Familie finden weil eben keine Bücher da waren. Jeder hat irgendwas von der Familie vorliegen, zusammen ergab sich dann ein Bild :-)
Es ist nicht einfach aber es geht.

Insgesamt habe ich auch einige die nie geantwortet haben, man sieht aber schnell an den Stammbäumen wo nur ein paar Leute sind das es nix wird. In USA ist es auch Mode die Tests zu verschenken, also machen Leute den Test die gar kein Interesse daran haben. Die werden dann auch nie antworten.
Gruß
__________________
Dauersuchen:

1) Frau ?? verwitwerte WIECHERT, zwischen 1845 und 1852 neu verheiratete SPRINGER, wohnhaft 1852 in Leysuhnen/Leisuhn
2) GESELLE, geboren ca 1802, Schäfer in/aus Kiewitz bei Schwerin a.d. Warthe und seine Frau Henkel
3) WIECHERT, geboren in Alikendorf (Großalsleben) später in Schönebeck

Geändert von OliverS (02.10.2020 um 14:54 Uhr)
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  #10  
Alt 02.10.2020, 15:01
OliverS OliverS ist offline männlich
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Hier noch eine Übersicht mit Cm Verteilung
https://up.picr.de/39559794dz.jpg[/img]

aus meinem Stammbaum.
__________________
Dauersuchen:

1) Frau ?? verwitwerte WIECHERT, zwischen 1845 und 1852 neu verheiratete SPRINGER, wohnhaft 1852 in Leysuhnen/Leisuhn
2) GESELLE, geboren ca 1802, Schäfer in/aus Kiewitz bei Schwerin a.d. Warthe und seine Frau Henkel
3) WIECHERT, geboren in Alikendorf (Großalsleben) später in Schönebeck

Geändert von OliverS (02.10.2020 um 15:02 Uhr)
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