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  #1  
Alt 22.05.2021, 19:46
Werner Braun Werner Braun ist offline
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Meine Vorfahren väterlicherseits und die väterliche Verwandtschaft kommen alle aus dem Kreis Regenwalde/Pommern. Im 19. und vermutlich auch 18. Jahrhundert lebten sie in Silligsdorf, ab ca. 1875 lebte dann mein Ur-Opa in Labes.
Bei der Ahnenforschung bin ich auf das Problem gestoßen, dass die Kirchenbücher/Duplikate von Silligsdorf nur bis zum Jahr 1824 zurückreichen, was bei der Ahnenforschung ein echtes Problem darstellt. Bei den anderen Gemeinden des Kreises Regenwalde sieht es ähnlich aus. Bei Labes gibt es Kirchenbücher ab 1824 und von 1650-1764. Die Lücke 1765-1823 ist bei der Ahnenforschung unüberwindlich.

Wo sind die Kirchenbücher und evtl. Duplikate geblieben? Ist alles im 2. Weltkrieg verbrannt?

Ich habe bis jetzt nur eine online-Recherche betrieben. Einerseits suche ich über die Suchmöglichkeiten des Pommerschen Greif, andererseits suche ich direkt im polnischen Staatsarchiv Stettin. Bezogen auf Silligsdorf (die für mich mit Abstand interessanteste Gemeinde) führt das aber zu den gleichen Quellen und die Suche endet im Jahr 1824.

Weiß jemand, ob durch eine Vorortsuche im Staatsarchiv Stettin, evtl. auch Labes weitere Kirchenbücher/Duplikate vor Ort zur Verfügung stehen?
Im Pommerschen Greif habe ich gesehen, dass die Originalkirchenbücher von Labes, Zeitraum 1824 bis 1862 mit Standort Landesarchiv Greifswald angegeben sind. online sind sie über familysearch.org erreichbar. Die habe ich schon durchsucht.

Geändert von Werner Braun (22.05.2021 um 19:56 Uhr)
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  #2  
Alt 22.05.2021, 21:54
Pommerellen Pommerellen ist offline
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Hallo,

wenn beim Pommerschen Greif nichts mehr gelistet ist dann ist das Thema zu fast 100% ausgereizt. Die Seiten sind sehr zuverlässig. Es gibt zwar ab und zu noch Zufallsfunde, doch das ist eine sehr seltene Ausnahme. Große Lücken zu überbrücken? ggf. nach möglichen anderen Quellen suchen. Ich kenne mich in der Gegend nicht aus.
Im Archivsuchsystem sind aber einige Treffer vorhanden:
https://www.szukajwarchiwach.gov.pl/de/strona_glowna
Bitte hier das Wort "Silligsdorf" eingeben. Leider nichts online aber ein gewisser Bestand.

Viele Grüße
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  #3  
Alt 23.05.2021, 09:16
Werner Braun Werner Braun ist offline
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Danke für deine Hilfe. Das hatte ich vorher auch schon gefunden.
Wenn die dort beschriebenen Dokumente vor Ort einsehbar sind, dann würde eine Reise nach Stettin mich in der Ahnenforschung möglicherweise doch weiter bringen.
Ich nehme an, dass die aufgelisteten Dokumente vor Ort existieren, aber eben nicht digitalisiert und online gestellt sind.
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  #4  
Alt 23.05.2021, 09:31
Pommerellen Pommerellen ist offline
Erfahrener Benutzer
 
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Hallo,

immer den Titel anwählen, dann wird sichtbar in welchem Archiv das Dokument lagert. Das Aktenzeichen ist ja angegeben. Vielleicht dann im Falle von Stettin nochmal lokal online im Archivauftritt nachschauen. Diese Archivalien sind nicht online sonst wären die Scans gekennzeichnet. Evt. ist im lokalen Archiv von Stettin etwas mehr online. Wäre zu prüfen.

Viele Grüße

Geändert von Pommerellen (23.05.2021 um 09:34 Uhr)
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  #5  
Alt 23.05.2021, 21:17
Carolien Grahf Carolien Grahf ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Werner Braun Beitrag anzeigen
Wo sind die Kirchenbücher und evtl. Duplikate geblieben? Ist alles im 2. Weltkrieg verbrannt?
Dublikate wurden in keiner Gemeinde zwingend erstellt. Viele haben nie eines besessen. Einige wurden erst in den 1950er erstellt. Es gab keine Deutschlandweit geltende Regel dafür. Zu keiner Zeit.
In den 1700 bis Ende 1800 gab es oftmal Disziplinarverfahren gegen Pfarrer, weil sie die Bücher schlampig führten und so manchen erst gar nicht erfasst haben.

Es gab nicht nur den II Wk, sondern auch einen ersten, darüberhinaus Brände durch Blitzschlag, Einsturz durch Baufällige Gebäude, Seuchen bei denen man vieles bis auf die Grundmauern niederbrannte, durch Wasserschaden vernichtet, usw usw..
Insgesamt sind die Kirchenbuchbestände für Deutschland und ehemalige Gebiete auf durchschnittlich 25% zusammengebrannt, sonstwie vernichtet, nicht mehr lesbar, von Ratten gefressen, vom Tintenrost zerbröselt...
Aus der heutigen Zeit: Standesamt-Unterlagen: maximale Lagerdauer (110 Jahre) überschritten: entweder geshreddert, verkauft oder verschenkt an Vereine, ua. nach Utah.
Die Liste des Abhandenkommens ist schier endlos. Such dir etwas aus. Egal wofür du dich entscheidest, es wird passen.

Und trotzdem finden wir noch eine ganze Menge zu unseren Vorfahren. In manchen Orten kommt man noch sehr weit zurück, in anderen nichtmal 200 Jahre. Man darf nicht zuviel erwarten.
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