#161  
Alt 01.08.2020, 20:48
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Diese totale Unwissenheit, wenn es um die Produktionsweise von Lebensmitteln geht, findet man aber auch bei Erwachsenen...

https://www.youtube.com/watch?v=MsguPk3V1y4
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Suche:

Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Klein Rhüden, * um 1750

Joh. Andr. MAASBERG, Bürger und Windmüllermeister in Peine, * um 1730
Daniel KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * err. 1729
Joh. Georg KNOPF d. Ä., Arrendator in Schauen, * um 1660
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
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  #162  
Alt 01.08.2020, 21:55
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ForscherBernd ForscherBernd ist offline männlich
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OIoi...Oi...ganz schön vom Hauptthema abgedriftet....:-) Na ja, ich sage da immer eins, das Leben war niemals irgendwann besser, weil es für jeden anders war. Das Leben war also früher anders. Und gut is.

Da plapper ich mal ein lachhaftes Erlebnis aus, ich glaube es war 1963.
Zu meiner Überraschung konnte ich mal für ne kleine Mark, ich weiss nicht mehr woher, einem Klüngelskerl einen Fahrradrahmen in rot mit so platten Reifen und schon ganz schön auf dem Wege des "Lebensendes", abschwatzen. Da war also viel Rost dran.
Bei unserer Großfamilie musste unser Vater auch ein Fachmann für alles Mögliche sein und hatte im Keller so eine Gerümpelbude mit sehr viel Werkzeugen.
Also, ich alles an Schleifpapier und sonne olle komische Farbe mit nach draußen zum Rad, es war Mennige Rostschutz, und ich legte los.......Super wurde es, wenn da nicht das Donnerwetter von Mama gewesen wäre. Ich sah aus wie ein Eisenlackierer und die Klamotten waren total versaut. Aber es gab ja noch etwas an Buchsen und so.
Nun, Fahrrad fertig und ich stolz. Da aber auch irgendwelche Teile für das ruhige Fahren gewechselt werden sollten, ich aber das Geld nicht hatte, weil ich ja auch Schläuche kaufen musste, meinte das Fahrrad, immer irgendwie ein Eigenleben beim Fahren haben zu müssen. :-)
Und nun kam es. Mama sagt zu mir: "Bernd fahr mal schnell zum Metzger, mir fehlt Wurst für Abendbrot." Ich stolz wie Oskar aufs Rad und los...............
War schon eine längere Strecke. Einkaufen, ins Netz die Wurst und ab aufs Rad..........
Ich kam mir vor wie ein Radprofi und nahm die Kurven wie ein Rennfahrer....aber davon hielt das Netz und die Wurst darin überhaupt nichts.....
Das Netz machte den Weg ins Vorderrad.....das bremst abrupt ab.....ich über den Lenker und das Fahrrad einige Meter weiter ins Gebüsch..........

"Puh", dachte ich, ausser eine kleine Schramme nichts passiert.....aber dann sah ich das Wurstpaket.....die Fleischwurst ist in den Speichen gelandet und wurde fachmännisch zersäbelt....der Aufschnitt in mehere Teile zerschmettert......und ich am heulen.....
Wer meinen strengen Vater kennen würde, wüßte was mich evtl. erwartete.....
Nein, es ging gut aus und Mutter war froh das mir nicht mehr passiert ist.
Mein Vater sagte: "Nun sag nur du bist wieder freihändig gefahren? Man sollte Dich Ohrfeigen."
Und dann kam die Strafe. Eltern und 6 Kinder lachten mich betröppelten aus.
:-) :-) :-)
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Im Garten blühen immer noch Rosen,
doch das Haus ist Menschen leer.

Geändert von ForscherBernd (01.08.2020 um 21:57 Uhr)
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  #163  
Alt 02.08.2020, 05:48
fajo fajo ist offline weiblich
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Guten Morgen!

Hab da auch noch so ein Stückchen, passen zu der Geschichte vom Schuhkauf. Man könnte sagen "im Wandel der Zeit?". Die Schuhgröße messen, war noch lange nicht in Sicht. Damals passte man die Schuhgröße auch mal einfach nach Optik und Gefühl an. Es war zu meiner Zeit auch nicht immer so einfach auch die wichtigen Dinge des Lebens sofort zu kaufen. So entwickelten die Mütter oftmals Ideen um, bis das Geld dafür da war, eine Zeit überbrücken zu können. Wenn sich die Füßchen langsam durch die Hausschuhe bohrten, wurde einfach mit der Schere die Schuhspitze abgeschnitten und schon war die Zeit bis zu nächsten Einkommen gerettet. Bloß nicht jedes Kind war damit einverstanden. Unser kleiner Nachbarsjunge (er konnte noch nicht aus seinem Laufstall klettern) schrie und bockte und wollte das nicht. Kurzer Hand nahm meine Mutter einen Schuh von mir, schnitt die Spitze ab und zeigte ihm, dass es doch gar nicht so schlimm ist. Total traurig dachte ich, dieser Giftzwerg, nicht nur das ich immer mit in seinen blöden Laufstall muss, ich war doch schon groß (geschätze 2 1/2 Jahre alt) da ich (zwar mit Mühe ) schon darüber klettern konnte, nein nun muss ich auch noch mit kaputten Schuhen laufen.

Meine schönen heißgeliebten Schuhe waren doch noch gar nicht so weit....
Die Spätfolgen davon waren das ich als junge Frau erst gar keinen Schuhtick, wie man immer so schön sagt, entwickelt habe...

Naja der Papa hat es dann wieder beim nächsten Schuhkauf gerichtet und hat (schon wie ein Ritual) wieder einen Ehekrach auf sich genommen. Bevor es zum Schuhkaufen (der war immer etwas ganz Besonderes) ging hieß es bei uns immer: Karl, denk daran, das Kind soll feste Schuhe haben! Aus dem Schuhgeschäft kamen immer zwei Überglücklichen und eine wütende Mama. Denn das Kind hatte schon wieder Lackschuhe und keine Festen.

Ich weiß gar nicht wie meine Eltern das auf die Reihe bekommen haben, das ich als Kind auch ein paar Winterstiefelchen besaß? -
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Geändert von fajo (02.08.2020 um 05:57 Uhr)
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  #164  
Alt 02.08.2020, 09:16
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scheuck scheuck ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von fajo Beitrag anzeigen
Naja der Papa hat es dann wieder beim nächsten Schuhkauf gerichtet und hat (schon wie ein Ritual) wieder einen Ehekrach auf sich genommen. Bevor es zum Schuhkaufen (der war immer etwas ganz Besonderes) ging hieß es bei uns immer: Karl, denk daran, das Kind soll feste Schuhe haben! Aus dem Schuhgeschäft kamen immer zwei Überglücklichen und eine wütende Mama. Denn das Kind hatte schon wieder Lackschuhe und keine Festen.
Guten Morgen,

WIE tröstlich, dass dieses Schuhkauf-Gemache bei Euch ähnlich ablief Da war meine Mutter also nicht alleine mit ihrem jeweiligen Entsetzen und dem vorprogrammierten Krach!
Nun denn, Väter und Töchter .....

P.S.: Ich gebe zu (muss zugeben), dass ich einen Schuh-Tick habe! - Ja, ich habe seit Jahrzehnten auch "feste" Schuhe, die sind aber absolut in der Minderheit, wenn nicht sogar "singulär".
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Herzliche Grüße und bleibt gesund!!!!!
Scheuck

Geändert von scheuck (02.08.2020 um 09:19 Uhr)
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  #165  
Alt 02.08.2020, 09:57
fajo fajo ist offline weiblich
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... dann hat dir deine Mama wohl deine Puschen nie abgeschnitten..
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Geändert von fajo (02.08.2020 um 10:09 Uhr)
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  #166  
Alt 02.08.2020, 16:38
Juergen Juergen ist offline
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Hallo,

wir Kinder spielten in Berlin auf der Straße alles mögliche, als hauptsächlich
Jungs zusammen, so mit 10 Jahren oder so, z.B. sogar noch Murmeln, später
Klimpern mit Pfennigen, also um Geld, an eine Hauswand.
Später auch viel Kartenspiele, teilweise auch schon um etwas Geld oder Kaugummi-Bildchen aus dem "Westen".

Die Straßen zumindest die Seitenstraßen waren fast unbefahren von Autos,
und so auch nicht vollgestellt mit diesen "Blechkisten" bzw. "Pappkisten".

Da spielten wir ua. über die Straße hinweg, "Kante" mit einem Tennisball oder
gar Hartgummiball. Selbst mal einen Drachen steigen lassen ging, wenn man
keine Lust hatte extra z.B. zum Friedrichshain zu gehen, in der Straße, wenn es denn windig genug dafür war.
Wenn man Pech hatte verfing der sich dann irgendwo in den Häusern.
Meine selbstgebauten Drachen waren fast immer mißlungen.
Die älteren "Profis" hatten am Friedrichshain ganz tolle selbstgemachte Drachen, mit endlosen Schnüren.

Übrigens, beim MDR gibt es eine Sendung, da berichten Leute aus ihrer Kindheit.

Viele Grüße
Juergen

Geändert von Juergen (02.08.2020 um 16:46 Uhr)
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  #167  
Alt 02.08.2020, 17:05
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Zitat:
Zitat von fajo Beitrag anzeigen
... dann hat dir deine Mama wohl deine Puschen nie abgeschnitten..
Nein, hat sie nicht - Das eigene Entsetzen nach einem Vater-Tochter-Schuhkauf war jeweils so sicher wie das Amen in der Kirche, wobei meinen Vater "Zurechtweisungen" und Vorhaltungen ziemlich kalt gelassen haben.
Hätte sie meinen Puschen Gewalt angetan, wäre es sicherlich zu einem "beiderseitigen" Krach gekommen, vielleicht auch zu einer "Explosion" .
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Herzliche Grüße und bleibt gesund!!!!!
Scheuck
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  #168  
Alt 19.08.2020, 12:05
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ForscherBernd ForscherBernd ist offline männlich
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Kommt hier nichts mehr?
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  #169  
Alt 20.08.2020, 04:23
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@ ForscherBernd, von mir könnte noch so einiges kommen. Allerdings muss ich mich leider im Moment erst einmal etwas abkühlen (im doppeltem Sinn gemeint). ....

Hab noch bis Sonntag Geduld, dann erzähl ich mal meine Geschichte von meinem ersten heiß geliebten Puppenwagen und seinem traurigen Ende. Da muss ich wohl geschätzt so ca. 2 1/2 -3 Jahre alt gewesen sein. Vor allem aber wie ich den Täter nach Jahren damit konfrontiert habe . Sorry, Bild ließ sich nicht kleiner einstellen!
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  #170  
Alt 01.09.2020, 09:49
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Ich werde mal das Eis hier brechen und eine Geschichte erzählen, die mir noch heute, da ich auch schon Opa bin, ein Lächeln auf die Wangen zaubert.

Ich nenne sie mal Opa der Witzbold

Es gab Tage, da war Opas Humor schon ganz schön hart, aber ganz sicher nie böse. Zwar außergewöhnlich und ich fragte mich immer, wo er das nur her hatte. Keiner war vor seinen Streichen sicher und wenn der Gehörnte sich dann noch aufregte und Opa nicht entdeckt wurde, löste das ein wohlwollendes Lächeln bei ihm aus. Zum Bedenken möchte ich äußern, das Opa schon fast der Liebste und Angenehmste der Familie war, nie hörte ich ein böses Wort von ihm.

Also, ich erinnere mich an einen Tag, als Oma und Opa mal wieder bei uns waren und den Nachmittag auch bei uns verbrachten, bis sie dann, wie so oft, erst abends nach Hause gingen.
Opa war an diesem Tag sehr lustig aufgelegt und lächelte auch sehr viel. Das verleitete meinen Vater zusagen: „Der führt doch bestimmt wieder was im Schilde, oder der heckt was aus“, was mich irgendwie erstaunte, aber ohne auch nur einen Anhaltspunkt zu haben was mein Vater damit meinte.
Also gingen dann die Großeltern nach Hause und ich denke, dass Opa bei meinem Vater ein mulmiges Gefühl hinterlassen hat. Aber ich habe noch nie erlebt, dass da irgendwas Böses bei meinem Vater war, warum auch, dazu gab Opa nie einen Anlass.
Nachdem auch die Eltern ins Bett gegangen sind, kehrte so langsam bei uns die Stille in die Großfamilie ein.

Plötzlich dachte ich, ich höre nicht richtig. Mein Vater war am Schimpfen wie ein Rohrspatz und obwohl kein Wort zu verstehen war, dachte ich mir aber schon, dass das bestimmt von Opa ausgelöst wurde.Am nächsten Tag sah ich was geschehen war.
Auf dem Tisch lagen mehrere Löffel, Messer und Gabeln und so recht konnte ich damit nichts angefangen und fragte meine Mutter. Sie konnte sich ein Lachen nicht verkneifen und sagte mir: „Papa wollte gestern ins Bett gehen und hat sich furchtbar erschrocken als er sich auf Messer und Gabeln legte. Opa hat ihm das alles ins Bett gelegt.“
Ich schaute Mama an und wir beide mussten wieder herzhaft lachen und ich sagte: „So ist er, unser Opa.“

Und so verliefen auch viele Tage mit Opa, immer ein Späßchen machen.
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Geändert von ForscherBernd (01.09.2020 um 09:50 Uhr)
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