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  #11  
Alt 10.10.2021, 07:31
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Zitat:
Zitat von Horst von Linie 1 Beitrag anzeigen
Diese Vermerke "+27.4.1988 Unna, StA Unna Nr. 210/1988" sieht man häufiger ...
Danke, Horst! Entweder sind das immer noch Einzelfälle, wo vl. beim Sterbefall keine Geburtsurkunde in Deutschland vorlag, diese erst über ein Konsulat in Polen angefordert wurde u. der poln. Standesbeamte vor Ort dann einen entspr. Randvermerk eintrug. Oder das geschah erst mit Brandts Ostverträgen. Also kam dann vl. Mitte der 1970er öfters vor und findet sich bei einer Lebenserwartung von 60 Jahren in den schlesischen Geburtsurkunden erst nach 1915.

Zitat:
Zitat von Freude Beitrag anzeigen
Heißt das, mein Urgroßvater ist in den letzten dreißig Jahren verstorben?
In Deutschland sind Sterbeurkunden nach 30 Jahren öffentlich. Auch Archivmaterial des Bundes ist erst 30 Jahre nach seiner Entstehung auf Antrag einsehbar. Handelt es sich aber um personenbezogenes Archivgut läßt sich die Schutzfrist auf bis zu 10 Jahre nach dem Tod der betref. Person verkürzen. Ist das Todesjahr nicht bekannt, dann gilt die Sperrfrist bis 100 Jahre nach dem Geburtsjahr Läßt sich das nicht feststellen, dann ist ein Verkürzung auf 60 Jahre nach Entstehung der Unterlagen möglich.

Der Uropa ist Jg. 1912, demnach sind die Papiere seit 2012 einsehbar. Das meiste wird aber verm. bis 1945/6 entstanden sein, also plus 60 Jahre = 2005/6, somit ohne jeden Nachweis seit dieser Zeit einsehbar.

https://www.bundesarchiv.de/DE/Conte...r%20Unterlagen.

Warum die BA-Mitarbeiterin das Todesjahr wissen wollte, bleibt weiterhin unklar.

Dann drücken wir mal die Daumen mit der Heiratsurkunde und dem hoffentlich dort vorhandenen Randvermerk. Ich würde mich jedoch vor allem mal nach dem Verbleib der Heimatortskartei Landsberg/Warthe umschauen. Wenn der Uropa dort enthalten ist, wüßte man seinen Aufenthaltsort in den 1950er (?). Vl. gibt es auch ein Landsberger Heimatblatt mit Nachrichten über den Verbleib der früheren Bewohner usw.

Aber das hat natürlich alles nichts mehr mit Schlesien zu tun.

Das sieht doch ganz hilfreich aus.

MfG
Manni

Geändert von Manni1970 (10.10.2021 um 07:41 Uhr)
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  #12  
Alt 11.10.2021, 11:33
Freude Freude ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Manni1970 Beitrag anzeigen
Danke, Horst! Entweder sind das immer noch Einzelfälle, wo vl. beim Sterbefall keine Geburtsurkunde in Deutschland vorlag, diese erst über ein Konsulat in Polen angefordert wurde u. der poln. Standesbeamte vor Ort dann einen entspr. Randvermerk eintrug. Oder das geschah erst mit Brandts Ostverträgen. Also kam dann vl. Mitte der 1970er öfters vor und findet sich bei einer Lebenserwartung von 60 Jahren in den schlesischen Geburtsurkunden erst nach 1915.

In Deutschland sind Sterbeurkunden nach 30 Jahren öffentlich. Auch Archivmaterial des Bundes ist erst 30 Jahre nach seiner Entstehung auf Antrag einsehbar. Handelt es sich aber um personenbezogenes Archivgut läßt sich die Schutzfrist auf bis zu 10 Jahre nach dem Tod der betref. Person verkürzen. Ist das Todesjahr nicht bekannt, dann gilt die Sperrfrist bis 100 Jahre nach dem Geburtsjahr Läßt sich das nicht feststellen, dann ist ein Verkürzung auf 60 Jahre nach Entstehung der Unterlagen möglich.

Der Uropa ist Jg. 1912, demnach sind die Papiere seit 2012 einsehbar. Das meiste wird aber verm. bis 1945/6 entstanden sein, also plus 60 Jahre = 2005/6, somit ohne jeden Nachweis seit dieser Zeit einsehbar.

https://www.bundesarchiv.de/DE/Conte...r%20Unterlagen.

Warum die BA-Mitarbeiterin das Todesjahr wissen wollte, bleibt weiterhin unklar.

Dann drücken wir mal die Daumen mit der Heiratsurkunde und dem hoffentlich dort vorhandenen Randvermerk. Ich würde mich jedoch vor allem mal nach dem Verbleib der Heimatortskartei Landsberg/Warthe umschauen. Wenn der Uropa dort enthalten ist, wüßte man seinen Aufenthaltsort in den 1950er (?). Vl. gibt es auch ein Landsberger Heimatblatt mit Nachrichten über den Verbleib der früheren Bewohner usw.

Aber das hat natürlich alles nichts mehr mit Schlesien zu tun.

Das sieht doch ganz hilfreich aus.

MfG
Manni
Guten Tag Manni,

vielen Dank für die vielen Informationen, das ist sehr interessant.

Leider hilft auch das mir nicht bei meiner Suche nach dem Todesdatum weiter, und da die Mitarbeiter des Standesamtes "Jelenia Gora" keine Lust zu haben scheinen, werde ich beim Bundesarchiv nach einer anderen Lösung fragen müssen.

Danke vielmals erneut für die Hilfe und einen gelungenen Wochenstart!
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  #13  
Alt 13.10.2021, 11:41
Freude Freude ist offline männlich
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Ein kleiner Nachtrag zum Thema: Das Standesamt hat mir nun, nach meinem zweiten elektronischen Brief, wie folgt geantwortet:

"Szanowny Panie,

W odpowiedzi na Pana wniosek z dnia 08-10-2021 przesłany drogą elektroniczną (email) uprzejmie informuję, że zgodnie z art. 14 ust. 1 Ustawy z dnia 14 czerwca 1960 r. Kodeks postępowania administracyjnego (t.j. Dz. U. z 2021 r. poz. 735 z późn. zm.). sprawy należy załatwiać w formie pisemnej lub w formie dokumentu elektronicznego (osobiście za pośrednictwem elektronicznej skrzynki podawczej na platformie e-puap) w rozumieniu przepisów ustawy z dnia 17 lutego 2005 r. o informatyzacji działalności podmiotów realizujących zadania publiczne (Dz. U. z 2019 r. poz. 700, 730, 848, 1590 i 2294), doręczanego środkami komunikacji elektronicznej.

Nie realizujemy wniosków przesłanych pocztą email.

W związku z powyższym proszę złożyć wniosek przez platformę epuap lub pocztą tradycyjną (własnoręcznie podpisany). Na wniosku proszę podać dane osób których akt dotyczy, datę ślubu oraz miejsce zawarcia związku małżeńskiego. Należy również podać stopień pokrewieństwa pana z osobą, o której fotokopie aktu małżeństwa Pan wnioskuje.

Z poważaniem"

Mit DeepL-Übersetzer ergibt sich daraus folgender Text:

"Sehr geehrter Herr

In Beantwortung Ihrer Anfrage vom 08.10.2021 per E-Mail teile ich Ihnen mit, dass gemäß Art. 14 (1) des Gesetzes vom 14. Juni 1960 über die Verwaltungsverfahrensordnung (d.h. Gesetzblatt von 2021, Pos. 735 mit Änderungen) Die Angelegenheiten sollten schriftlich oder in Form eines elektronischen Dokuments (persönlich über ein elektronisches Unterfach auf der e-puap-Plattform) im Sinne der Bestimmungen des Gesetzes vom 17. Februar 2005 über die Informatisierung der Tätigkeiten von Einrichtungen, die öffentliche Aufgaben wahrnehmen (GBl. 2019, Pos. 700, 730, 848, 1590 und 2294), das mittels elektronischer Kommunikation zugestellt wird, behandelt werden.

Per E-Mail zugesandte Bewerbungen werden nicht bearbeitet.

Bitte reichen Sie daher Ihre Bewerbung über die epuap-Plattform oder per Post (handschriftlich unterschrieben) ein. Bitte geben Sie auf dem Antrag die Daten der Personen an, auf die sich die Urkunde bezieht, das Datum der Eheschließung und den Ort der Eheschließung. Geben Sie auch an, in welchem Verhältnis Sie zu der Person stehen, deren Heiratsurkunde Sie in Fotokopie beantragen.

Mit freundlichen Grüßen"

Das Standesamt scheint also nur handschriftliche oder Briefe über das "epuap"-Formular zu lesen. Letzteres wird wohl eine Art ausfüllbares Formular auf der Internetseite des Standesamtes sein.

Wo sich dieses "epuap"-Formular nun befindet, weiß ich nicht. Ich schätze, es wird sich wohl auf dieser Seite befinden: http://www.jeleniagora.pl/

Das nur als Information für diejenigen, die in Zukunft mit diesem Standesamt zu tun haben.

Ich wünsche einen angenehmen Mittwoch!

Geändert von Freude (13.10.2021 um 12:33 Uhr)
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  #14  
Alt 14.10.2021, 03:45
DoroJapan DoroJapan ist gerade online weiblich
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Hallo Freude,

epuap ist eine von der polnischen Regierung herausgegeben Möglichkeit, Daten sicher von A (Dir) nach B (z.B. Standesamt) zu schicken. Das ist wie eine elektronische Signatur, das müsste dem deutschen DE-Mail entsprechen, bin mir aber nicht sicher.

Link zur Registrierung (ganz links): https://epuap.gov.pl/wps/portal

Ich denke aber nicht, dass du dort einen Account anlegen möchtest, denn man benötigt wohl eine PESEL Nummer (Man kann aber auch auswählen, dass man keine PESEL Numner hat - nur ob das was bringt?)
PESEL ist wie die Steuer-Identifikationsnummer in Deutschland.

Das Verfahren soll sicher stellen, dass du auch wirklich du bist. Du weißt zwar wer du bist, aber wie soll das Standesamt sicher stellen, dass das auch stimmt? Daher gibt es diese Accounts - so zusagen wie eine eigene E-Mail Adresse mit sicherer Signatur (Welche von der Empfängerseite auch überprüft werden kann).
Zu beachten wäre auch noch das hier.

liebe Grüße
Doro
__________________
Brandenburg: Lehmann: Französisch Buchholz; Mädicke: Alt Landsberg, Biesdorf; Colbatz/Kolbatz: Groß Köris; Lehniger, Kermas(s), Matzke: Schuhlen-Wiese(Busch)
Schlesien: Neugebauer: Tschöplowitz+Neu-Cöln (Brieg); Gerstenberg: Pramsen; Langner, Melzer, Dumpich: Teichelberg (Brieg); Kraft: Dreißighuben (Breslau), Lorankwitz
Pommern-Schivelbein: Barkow: Falkenberg; Bast: Bad Polzin
Böhmen-Schluckenau: Pietschmann: Hainspach, Schirgiswalde; Kumpf: Alt Ehrenberg 243, 28; Ernst: Nixdorf 192
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  #15  
Alt 14.10.2021, 08:17
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Zitat:
Zitat von Freude Beitrag anzeigen
Ein kleiner Nachtrag zum Thema
Hallo!

Danke für die Info, wie das denn nun heutzutage mit den poln. Standesämtern so funktioniert - aber was für ein Gedöns!!

Als die Mormonen Anfang der 2000erJahre die kath. KB der Bistümer Gleiwitz und Oppeln als Film (da gab es keine online-KB!) zum Ausleihen in eine Forschungsstelle freigaben, kümmerte sich niemand um den Datenschutz. Die Jgg. reichten bei den Tf bis in die 1920er Jahre, Bg oft bis 1945!

Da ja bei den Bg-Eintragungen kaum Infos enthalten sind, bin ich damals sicher 10x hingegangen, habe das entspr. poln. Standesamt per eMail angeschrieben und erklärte, ich sei Familienforscher, hätte bereits den kirchlichen Sterbeeintrag und möchte noch die zivile Sterbeurkunde haben. Nach wenigen Tagen erhielt ich die Antwort, 2 oder 3 Euro zu überweisen und nach vl. 10 weiteren Tagen kam die Fotokopie - auf DIN A6 gefaltet - in einem kleinen Umschlag bei mir an. Ohne Nachweis einer Verwandschaft o.ä., schneller und günstiger ging es nicht.

MfG
Manni
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jelenia gora , niederschlesien , ostdeutschland , ostgebiete , polnisch , polnisches standesamt , schlesien , standesämter , sterbedatum , zillerthal-erdmannsdorf

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