#21  
Alt 15.09.2020, 22:13
Ralf313 Ralf313 ist offline
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Hallo


kann man das Buch im Internet sehen, bzw. ist es deutsch geschrieben-egal wo ich Listen lese, nirgends finde ich etwas wo man einen Zusammenhang herstellen kann..





Zitat:
Zitat von OstapBender Beitrag anzeigen
Aus dem Buch von Karl Stumpp
"Die Auswanderung aus Deutschland nach Rußland in den Jahren 1763 bis 1862":


Balko, Michael, nach Friedrichsfeld/Tau; RL: 14

(5) Friedrichsfeld, gegr. 1810/11 (Evang.)
Revisionsliste 1811
Herkunftsland (Country of origin):
49 Fam. aus d. Gegend Mannheim und Heidelberg-Baden
4 Fam. aus der Stuttgarter Gegend-Wue

14
Balko, Michael 44, Mueller, seine Frau Jette 31, seine Toechter Michelina 3 und Dorothea 1.
Wi: 4 Rd., 1 Pfl., 1 Wag.

(15) Neudorf/Tau
Revisionsliste 1811
Herkunftsland (Country of origin):
1831 aufgeloest

14
Balko, Martin 26, seine Frau Catharina 26, seine Kinder Christoph 10, Ephraim 3 und Friedrich 1.
Wi: 2 Pfd., 13 Rd., 3 Schw., 1 Pfl., 1 Egg., 1 Wag., 1 Sprd. 1 Wbst.
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  #22  
Alt 15.09.2020, 22:18
Ralf313 Ralf313 ist offline
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Also wenn ich das auf "Maps" anschaue ist mein Ur-Großvater bzw. seine Eltern von Uspenskoje nach Efingar geflüchtet/ausgewandert...danach sind sie von dort-über welche Stationen auch immer nach Cobadin in die Dobrudscha gekommen.



Zitat:
Zitat von Balduin1297 Beitrag anzeigen
Balko war übrigens ein slowakischer und ukrainischer Name. Die Slowakei und die Ukraine sind ja Nachbarländer, also kommt der Name wahrscheinlich aus der Westukraine. Bei der Eleonore Katharina Balko könnte es sich also um eine ukrainische Jüdin handeln, die in einer hebräischen Kolonie namens Efengar geboren wurde.
Ich habe übrigens die genaue Lage der Kolonie Efingar/Efengar gefunden. Die Kolonie hieß ebenfalls Bulgakov und befand sich im Gouvernement Cherson. Die Kolonie wurde im Jahr 1807 gegründet.
Heute heißt die ehemalige Kolonie Plyuschivka und befindet sich im Rajon Baschtanka. Und ich habe ebenfalls die Hebräer Kolonie aus dem evangelischen Kirchenbuch von Nikolajew gefunden. Sie hieß Seydenmenukha. Es gab einmal die Kolonie Bolshaya Seydemenukha (Tatarka), Kalinindorf, auch gegründet im Jahr 1807 und Malaya Seydemenukha (Nevel), Shterndorf, gegründet im Jahr 1841. Und beide Kolonien lagen von Efengar nur etwa 80 km entfernt. Und auch die Kolonie Efengar lag nur etwa 60 km von Nikolajew entfernt. Da müsste es also auf jeden Fall eine Verbindung geben.
Ich finde es auf jeden Fall seltsam, dass ein deutscher, evangelischer Kolonist eine Frau aus einer hebräischen Kolonie geheiratet hat.
Weiß jemand, ob es so etwas zu dieser Zeit wirklich gegeben hat? Auf der anderen Seite tauchen ja auch im evangelischen Kirchenbuch von Nikolajew Kolonisten aus einer hebräischen Kolonie als Taufpaten auf.

Und ich habe tatsächlich den richtigen Ort namens Uspenskoje in der Region Krasnodar gefunden. Die Kolonie wurde im Jahr 1864 von 17 Umsiedlerfamilien aus dem Gouvernement Jekaterinoslaw gegründet.

siehe hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Uspenskoje_(Krasnodar)

https://forebears.io/surnames/balko

http://evkol.ucoz.com/colony_kherson_en.htm

https://www.google.de/maps/place/47%...4!4d32.3097222
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  #23  
Alt 15.09.2020, 23:20
Balduin1297 Balduin1297 ist offline männlich
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Die 17 Umsiedlerfamilien kamen aus dem Ort Pogoryevka im Gouvernement Jekaterinoslaw. Eine deutsche Kolonie mit dem Namen Pogoryevka habe ich nicht gefunden. Und in Deutschland kommt der Name Balko am häufigsten im Landkreis Görlitz vor. Auch etwas weniger in Baden-Würtemberg. Es könnte sich also bei der Familie Balko auch um deutsche Kolonisten gehandelt haben, die allerdings dem jüdischen Glauben angehörten.

siehe hier: https://legacy.stoepel.net/de/?name=Balko

Es gab noch folgende Orte mit dem Namen Uspenskoje:

https://de.wikipedia.org/wiki/Uspenskoje
__________________
Dauersuche in England, Livland, Weißrussland, Ukraine und Russland:

Herr James Anderson
Oberverwalter August Gustav Julius Müller
Ottilie Charlotte Müller, geb. Hartmann v. Twardowsky
Beamter der Steuerverwaltung in Riga Ludwig Johann Hartmann v. Twardowsky
Juliane Jacobine Charlotte Elisabeth Hartmann v. Twardowsky, geb. Zahn
Oberverwalter Leopold Georg Heroldt
Jeannette Dorothea Heroldt, geb. Zeibig

Geändert von Balduin1297 (15.09.2020 um 23:21 Uhr)
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  #24  
Alt 12.10.2020, 23:13
Ralf313 Ralf313 ist offline
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Hallo Balduin,Ostap und Michi- ihr die mir so einige Tipps gegeben habt,


ich wollte euch nur Neuigkeiten mitteilen.


1. Zu Gottfried Schönemann sen. und Maria Neitz -
Herkunft unbekannt-aber sie verstarben in Hannover, da habe ich nun das Stadtarchiv angeschrieben.


2. Zu Olga Schönemann-verheiratete Stach, deren Sohn (meines Vaters Cousin) hat eine Tochter mit der ich nun Kontakt habe, leider weiß Sie noch weniger-aber viell. komme ich hier evnetl. noch an Bildmaterial.


3. Zum Thema Wilhelm Wangeli . Es hat sich herausgestellt, dass Wangeli tatsächlich der Vorname war und WIlhelm nur "angenommen wurde" ??woher und wie auch immer? Da er aus dem osmanischen Teil der Dobrudscha kam-war er vieill.türkisch geboren und seine Vorfahren kamen aus dem russischen, während einem der Kriege o.ä.
"Wilhelm" sind aus Bessarabien in die Dobrudscha eingewandert.
Bestattet wurde er unter dem namen "Wangele Wilhelm" in Sindelfingen- habe ich vor Ort recherchiert.


Danke nochmals für die Unterstützung.


Gruß Ralph
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  #25  
Alt 15.10.2020, 10:57
AnnaJung AnnaJung ist offline weiblich
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Hallo alle zusammen im Forum,

ich bin auf der suche nach Listen oder Namen und Orte der Auswanderung 1917 aus Russland. Dabei interessiert mich der Familienname Jung.
Ich habe in einer anderen Internetseit mal eine Familie gefunden die aus Neu elft stammt. Ais der Karteikarte war nicht raus zu lesen wie genau das zusammenhängt.
Ein Gottfried Jung +Frau Dorothea + 7 Kinder.
Dorothea + 4 Kinder tauchen dann viel später mit Sterbeort USA auf. Aber Gottfried + 2 Söhne und eine Tochter haben Todestag 1941-1960 mit Unbekannten Ort verzeichnet.
Dieses interessiert mich speziell. Ob dazu irgendwelche Auswanderung oder ähnliches im Jahr 1917 statt fand.
Aber auch allgemein ob und wann und welche Jung von wo nach wo gezogen sind.

Ich wäre für jede Hilfe dankbar.

Liebe Grüße
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  #26  
Alt 16.10.2020, 12:08
Ralf313 Ralf313 ist offline
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Hallo Anna,


vielleicht bringt dir das etwas



http://www.blackseagr.org/blksea-db/...search1=Search


http://www.blackseagr.org/blksea-db/...search1=Search


https://gw.geneanet.org/juergensuhre...tfried+theodor


Gruß Ralph
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  #27  
Alt 16.10.2020, 12:15
Ralf313 Ralf313 ist offline
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Hallo Anna,


1917 wurde doch in Russland der Zar gestürtzt... hier habe ich von unserem Ur-Opa noch einen Auszug seiner Memoiren-er flüchtete von Okt.1917 -Jan. 1919 von Russland nach Deutschland


28.Februar 1917. Nun begann ein neuer Abschnitt in der russischen Geschichte. Es bildeten sich sofort Soldatenräte und politische Parteien, von denen jede ihre Idee als die Beste und meist versprechende an Freiheit und Wohlstand dem Volke auftischte, um sie für ihre Anschauung zu gewinnen. Der Kampf um die Macht hatte jetzt in vollem Umfang begonnen. Was an Propagandamaterial ausgegeben wurde kann man kaum beschreiben, es sei nur um sich einigermaßen einen Begriff machen zu können erwähnt, dass in einer Stadt wie Rostow am Don mit etwa 300.000 Einwohnern Tische und Pulte auf den Straßen errichtet wurden, wo nach jeder Rede eines solchen Propagandisten, die Straßen mit Flugblättern bedeckt waren. Auch die Tribunale (Volksgerichte) wurden ins Leben gerufen und in Funktion gesetzt. Dieser Zustand dauerte 6 Monate, dann wurde gewählt. Als Sieger gingen die Sozialdemokraten/Menschewikin genannt (eine Fraktion der Arbeiterpartei Russlands) hervor. Leider war dieses vom Volk gewählte System nicht lange an der Regierung, denn die Kommunisten stürzten es im Oktober 1917. Mit diesem Sturz ist auch der Bürgerkrieg ausgebrochen, bei dem mehr als 10 Millionen Menschen umkamen. Am 1.Oktober 1917 um 1.00 Uhr am Morgen überfielen die Kommunisten das Hauptquartier der Kosaken in Rostow am Don. da Letztere die Regierungstruppen waren, wurde der Kampf für die Kommunisten nicht leicht. Die Bevölkerung begab sich in die Keller. Als wir nun 8 Tage in den Kellern zugebracht hatten, wurde der 9.Tag als Waffenstillstandstag von beiden Seiten beschlossen. Diese Gelegenheit benutzte ich, mit meiner Familie (meiner Frau Evdokia geb. Kusnezowa und den Kindern Hermann und Charlotte) die Stadt zu verlassen...


Ich denke eure Vorfahren haben das eventl. auch gemacht..
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  #28  
Alt 28.10.2020, 16:09
Balduin1297 Balduin1297 ist offline männlich
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Hallo,
ich habe zufällig die Taufe eines sehr wahrscheinlich älteren Bruders der Eleonore Katharina Balko namens Ferdinand Balko gefunden. Er ist im Jahr 1860 in der Nähe von Perekop Gouvernement Taurien geboren und in der hebräischen Kolonie Seydenmenukha getauft worden.

Seine Eltern waren der Kolonist der Kolonie Rosenthal Gottlieb Balko, der Zeit wohnhaft in Seydenmenukha und seine Ehefrau Anna Therese Lerrenz/Lorenz.

Sie waren also deutsche Protestanten, die nur kurzzeitig in Seydenmenukha beziehungsweise in Efingar wohnhaft waren.

Übrigens war auch diese Taufe nach dem Sohn des Oberverwalters Julius Müller und des Schafinspektors Carl Friedrich Ferdinand Rudolph gleich der nächste Eintrag.
Der Taufeintrag befindet sich im Anhang.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Geburt-1860-2.jpg (250,0 KB, 9x aufgerufen)
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Jeannette Dorothea Heroldt, geb. Zeibig

Geändert von Balduin1297 (28.10.2020 um 16:12 Uhr)
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  #29  
Alt 29.10.2020, 10:08
Ralf313 Ralf313 ist offline
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Hallo Balduin,


vielen Dank für die Information, wie kannst du die Schrift lesen, ich sehe da gar nichts :-D .
Kolonist, bedeutet-die Familie ist als eingewandert, nur wer der Vater oder der Großvater.
Schwierig, schwierig..



Gruß Ralph
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  #30  
Alt 29.10.2020, 12:12
Balduin1297 Balduin1297 ist offline männlich
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Hallo,
alle Familien der evangelischen Kirchgemeinde von Nikolajew sind nach Russland eingewandert, auch die Personen, die keine Kolonisten waren. Nur Kolonist ist der Stand bzw. Rang.
Leider verschlechtert sich die Qualität der Bilder deutlich, wenn ich sie hier hochlade, was ich gar nicht verstehe.
Du kannst dir natürlich bei Familysearch auch den Originaleintrag anschauen.

Ich transkribiere trotzdem:

Geburtsdatum: 17.8.1860
Taufdatum: 6.10.1860

Name des Kindes: Ferdinand Balko

Eltern:

Gottlieb Balko, Kolonist der Kol. Rosenthal an der Molotschna d. Z. in Seydenmenukha im Chersonschen Kreise und dessen Ehefrau Anna Therese geb. Lecyrentz/Lorentz? verwitwete Schulz, beide evangelischer Konfession.

Taufpaten:

1. Johann Burbek, Kolonist von Altdanzig
2. dessen Ehefrau Maria geb. Jasch
3. Karl Bartusch von Altdanzig

Wo und vom wem getauft:

Das Kind geboren bei Perekop erhielt in Jsranlowka bei Elisabethgrad vom Lehrer Michael Meissdie die Nottaufe, welche im Bethause zu Seydenmenukha den 30.8.1860 vom Nikolajewschen Pastor Kyber bestätigt.
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Geändert von Balduin1297 (29.10.2020 um 12:13 Uhr)
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